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Instagram hat ein Drogenproblem – und bekommt es nicht in den Griff

Bilder vom letzten Urlaub, vom Essen oder Selfies – vordergründig ist Instagram das soziale Netzwerk für schöne Fotos. Doch längst ist die Plattform auch zum Drogen-Umschlagplatz avanciert. Schöne neue Social-Media-Welt, statt dunkler Parkecke. Das an sich ist nichts Neues, die britische Zeitung "The Guardian" berichtete bereits 2016 darüber, wie Drogendealer Instagram, Tinder und andere soziale Netzwerke nutzen, um ihre Ware an den Mann und an die Frau zu bringen. 

Dealer wissen, dass sie dort eine junge Kundschaft an Land ziehen können. Dem Unternehmen ist die Problematik bekannt. Instagram ist stets um ein Image der "heile Welt"- Plattform unter den sozialen Netzwerken bemüht, Hasskommentare werden gelöscht und überhaupt wird man nicht müde das alles immer wieder zu betonen. Drogenhandel zerstört dieses Bild. Doch ausgerechnet der Erfolgsfaktor von Instagram – der Algorithmus – erschwert den Kampf gegen den Drogenhandel. 

Doch wie geht man bei Instagram gegen Drogenhandel vor? Und warum ist der Algorithmus so ein Problem?

3 Fragen und Antworten:

Wie funktioniert der Drogenhandel auf Instagram?

Ganz einfach. Hashtags sind der Filter, über den die Plattform funktioniert. Bilder aus Barcelona findest du unter dem #Barcelona, Drogen unter den entsprechenden Hashtags. Laut einer aktuellen Recherche der "Washington Post", sind das lediglich die Namen der jeweiligen Droge – etwa #oxy oder #painkillers.

Das Ergebnis: Tausende Accounts von Süchtigen und Dealern. Lässt man diesen Accounts einen Like da oder folgt ihnen gar, treten die Dealer mit einem in Kontakt. Eine andere Möglickeit: Viele Accounts enthalten Informationen, wie man den Verkäufer kontaktieren soll. Der Kauf wird dann entweder online oder im echten Leben abgewickelt. 

Was macht Instagram gegen den Drogenhandel? 

Bereits 2013 berichtetet die "BBC", dass die Plattform im Kampf gegen Drogenhandel etwa Hashtags mit Drogenbezug sperrte und User dazu aufrief, Inhalte dieser Art zu melden.

Als Reaktion auf die aktuelle Recherche der "Washington Post" veröffentlichte Facebook, das Unternehmen, dem Intstagram gehört, eine Stellungnahme im Firmenblog. Darin steht, wie das Unternehmen gegen den Markt vorgeht. Die wichtigsten Punkte sind demnach: 

Weiter heißt es in der Mitteilung: 

"Im Kampf gegen den Drogenhandel auf unseren Plattformen haben wir Erfolge erzielt. Aber wir müssen mehr tun."

Was hat der Algorithmus mit Drogenhandel zu tun? 

Doch weshalb finden Dealer und Konsumenten seit Jahren immer wieder neue Schlupflöcher und können den Handel mit illegalen Substanzen weiter betreiben? Der Grund dafür ist der Algorithmus. Und an dieser Stelle beißt sich die Katze wortwörtlich dauerhaft in den Schwanz. 

Denn: Wenn du auf Instagram beispielsweise Hashtags zu Alpakas suchst und Accounts folgst, die die süßen Tiere zeigen, dann wird dir der Algorithmus weitere Accounts und Hashtags zum Thema Alpakas vorschlagen. Genau das selbe passiert allerdings auch bei Inhalten, die im Zusammenhang mit illegalen Drogen stehen.

Wie genau der Algorithmus arbeitet weiß nur Instagram. Dass er seine Arbeit gut macht, wissen wir hingegen selbst aus unserem eigenem Nutzerverhalten. Bei Inhalten, die mit Alpakas zu tun haben ist das für Instagram gut, bei Inhalten, die mit Drogen im Zusammenhang stehen, hingegen schlecht für das Unternehmen. Und so wird Instagram auch weiterhin einen Kampf gegen sich selbst führen müssen, wenn es den Drogenhandel in seinem Netzwerk unterbinden möchte. 

Lass uns nicht nur auf Insta, sondern auch auf Facebook nen Like da:

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Video: watson/Marius Notter

Und nun: Einfach nur die schönsten Bibliotheken der Welt

Ok. Wir geben es ja zu. Instagram ist schon ganz geil: 

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