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Mit diesen 6 Tipps wirst du garantiert besser – der "FIFA"-Coach verrät seine Tricks

Thomas Temperli zählt wohl zu den größten "FIFA"-Experten der Schweiz. Der 30-Jährige ist mehrmaliger Schweizer "FIFA"-Meister und coachte zuletzt bei der WM die eSports-Profis von Manchester City. Er verrät uns seine Tricks – damit auch du ein besserer "FIFA"-Spieler wirst.

Sandro Zappella / watson.ch

Als allererstes: Kamera auf Koop stellen

Bevor du das Spiel startest, solltet du dich perfekt für das Spiel einrichten. Die Kameraeinstellung ist die wichtigste Änderung, die du sofort vornehmen musst. Natürlich hat jeder Spieler seinen eigenen Geschmack, mit welcher Sicht er das Game spielen möchte, jedoch kann man sich schon hier einen Vorteil gegenüber anderen Spielern verschaffen.

Koop – totaler Überblick:

Du solltest unbedingt die Kamera "Koop" nutzen. Je mehr Übersicht du über das ganze Feld hast, desto besser kannst du dein Spiel von hinten aufbauen und auch das Verteidigen wird dir leichter fallen, da du beide Flügel zu jeder Zeit im Blickfeld hast und so deine Verteidigungslinien besser koordinieren kannst.

Stelle aber zusätzlich zur Kamera auch noch individuell die Kamerahöhe auf 20 und den Kamerazoom auf 0, so hast du den totalen Überblick und dementsprechend einen Vorteil gegenüber Gegnern, die mit anderen Kameraeinstellungen spielen.

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Es gibt unzählige Tutorials zu den Controller- und Kameraeinstellungen: Probiere einige aus und finde raus, was für dich am besten passt.  Video: YouTube/BorasLegend

Bei der Taktik musst du wissen, welcher Spielertyp du bist

Auch hier gibt es etliche Tutorials von Profis, welche man im Internet finden und kopieren kann. Eine Aufstellung 1:1 von einem anderen Spieler zu übernehmen, führt dich aber nicht zwingend zum Erfolg. Mach dir zu Beginn erst mal Gedanken darüber, was für ein Spielertyp du bist. Spielst du lieber durch die Mitte mit schnellem Kombinationsspiel, dann macht eine enge Raute (4-1-2-1-2) am meisten Sinn. Bist du eher der Ballbesitztyp, welcher auch gerne mal einen Seitenwechsel lang spielt, dann solltest du dir dementsprechend eine breite Formation aussuchen.

Vieles hängt aber auch von den Spielern in deinem Team ab. Hast du im "Ultimate Team Modus" eine Mannschaft zusammengestellt mit schnellen Flügelspielern, dann solltest du diese nicht in einer 4-1-2-1-2-Formation aufstellen. Hast du aber als Beispiel sehr schnelle Außenverteidiger und dafür eher robuste 6er, dann kannst du sehr wohl mit der engen Raute spielen, da sich die Außenverteidiger meistens in den Angriff mit einschalten. Richte deine Aufstellung deinem Spielstil und deinen Spielern an, damit du auf dem Feld das Bestmögliche herausholen kannst.

So spielt Thomas Temperli:

"Ich spiele aktuell die offensive 4-3-3 Variante. Meine beiden 6er sind beide nicht die schnellsten, dafür haben sie extrem gute Defensivwerte und machen die Räume vor der Abwehr so eng wie möglich. Mein 10er glänzt mit guten Passwerten und 5 Sternen bei den Skills und mit dem schwachem Fuß. So kann er auch aus der zweiten Reihe den Abschluss suchen oder den letzten Pass in die Spitze spielen."

"Alle meine drei Stürmer haben 90+ Sprintgeschwindigkeit und minimum 4 Sterne bei Skill und dem schwachen Fuß. Mit diesen Spielern würde also ein 4-1-2-1-2 nicht wirklich viel Sinn machen, da der 10er dann wohl auf der 8 spielen müsste, seine Defensivwerte aber nicht gemacht sind für diese Position. Einer der beiden Flügelspieler müsste im 2er Sturm spielen und einer auf der 10 – ebenfalls nicht ideal. Zusätzlich müsste einer der langsamen 6er eine Position vorrücken und da können die fehlende Geschwindigkeit und auch die nicht so überragenden Passwerte einen Nachteil darstellen."

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Juventus eignet sich dank der schnellen Flügel perfekt für das 4-3-3. futhead.com

Defensive: Verteidiger nur im Notfall anwählen

Eigentlich nimmt dir die Computer-Verteidigung sehr viel Arbeit ab und man steht allgemein schon sehr gut hinten. Trotzdem kann man viele Fehler machen, Räume für die Gegner ermöglichen und so Torchancen zulassen.

In "FIFA" gelten dieselben Regeln wie im realen Fußball: Innenverteidiger sollten ihre zentrale Position nicht verlassen, um irgendwelche Ausflüge ins Mittelfeld und auf die Flügel zu machen. Natürlich gibt es Situationen, vor allem bei einem Ballverlust und dem Konter über die Außen, bei denen ein Innenverteidiger die Flügel abdecken muss, jedoch sollte man dann am besten einen defensiven Mittelfeldspieler anwählen und diesen direkt manuell zurückziehen.

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Das Tutorial zum Verteidigen bei "FIFA". Video: YouTube/SOETIE-

Versuche, das Umschalten zwischen den Spielern zu perfektionieren, damit du mit dem rechten Analogstick fließend wechseln kannst. So wirst du ein Chaos in der Defensive verhindern und deine Verteidigungslinien bleiben immer organisiert. Der wohl wichtigste Tipp ist, deine Verteidiger nur in Notfällen anzuwählen und stattdessen zu versuchen, eher mit den Mittelfeldspielern die Passwege in die Spitze abzudecken. Denn wenn du einen Verteidiger mal falsch anwählst und dieser dann im falschen Moment rausrückt, entsteht der freie Raum vor dem Tor – dann musst du hoffen, dass du einen guten Torhüter hast, der dir aus der Patsche hilft.

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Wichtiger Hinweis: Mit dem Mittelfeld (hier Modric rot markiert) zurückarbeiten, statt mit der Verteidigung rauszurücken. screenshot/youtube

Offensive: Den Spieler mit Ball nicht in Drucksituationen bringen

Der Spielaufbau ist die Basis eines jeden Angriffs. Die richtige Aufstellung hast du ja nun gewählt und dementsprechend baust du dein Spiel von hinten aus auf. Du solltest dir sichere Pässe bis ins letzte Drittel des Feldes angewöhnen, denn Ballverluste im Mittelfeld können zu Kontern und Gegentoren führen. Versuche also, das Spiel immer so aufzubauen, dass du so wenig Situationen wie möglichst kreierst, in welchen der ballannehmende Spieler direkt Druck durch den Gegner hat. Ein sicherer Spielaufbau ist das A und O für einen erfolgreichen Angriff.

Flanken und Weitschüsse sind in diesem Jahr wieder effektiver, du kannst also auch wieder vermehrt über die Aussen spielen und Flanken in die Spitze bringen. Vorausgesetzt, du hast kopfballstarke Spieler im Strafraum und keine 1,50m-Flügel mit schlechten Kopfballwerten.

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Statt in dieser Situation einen Risiko-Pass in die Spitze zu spielen, solltest du lieber sicher über die Mittelfeldspieler aufbauen und erst nach vorne spielen, wenn sich Räume ergeben. screenshot youtube

Emotionen: Die 2 Sekunden nach dem Ballverlust sind entscheidend

"FIFA" löst Emotionen aus, seien es nun positive oder negative. Wichtig ist, dass dich diese während des Spiels nicht beeinflussen. Es passieren immer mal wieder Dinge im Spiel, welche nicht zu erklären sind, oder Fehler, die man hätte verhindern können. Lerne, damit umzugehen und versuche deinen Frust nicht in den Rest des Spiels einfließen zu lassen. Sonst lässt die Konzentration enorm nach und der Gegner dankt dir nach dem Spiel für einen "easy win". Das willst du ja wirklich nicht.

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Ausraster gehören zu "FIFA" – du solltest aber cool bleiben. Video: YouTube/MOMO

Behalte also immer einen kühlen und konzentrierten Kopf während der 90 virtuellen Minuten und biete deinem Gegner nicht die Chance, dich ohne großen Aufwand zu besiegen. Die zwei bis drei Sekunden nach einem Ballverlust sind entscheidend. Wenn du da konzentriert direkt auf die Defensive umstellen kannst, dann holst du dir den Ball auch wieder zurück. Regst du dich aber zuerst auf und verwirfst die Hände, dann ist dein Gegner genau diese paar Sekunden voraus und überbrückt dein Mittelfeld oder gar die Verteidigung ohne große Gegenwehr.

Analysiere ehrlich

Viele Spieler schieben die eigene Niederlage auf das Spiel oder das Glück des Gegners. Meistens aber ist man selber am Misserfolg schuld. Schau dir deine Gegentore nochmals an, oder nimm am besten dein Spiel auf und analysiere es im Nachhinein. Oft erkennst du selber, dass du in zwei oder drei Situationen vor dem Tor womöglich den falschen Spieler angewählt hast, einen defensiven Spieler rausgezogen oder eine unnötige Grätsche gemacht hast.

Analysiere aber nicht nur die Niederlagen, sondern schau dir auch deine Tore an und versuche, ein Muster zu definieren. Denn oftmals gerätst du in den nächsten Spielen in ähnliche Situationen und falls du weißt, wie du das letzte Mal das Tor gemacht hast, kannst du den Move womöglich wiederholen und so erneut zum Erfolg kommen.

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So schießt du bei "FIFA" Tore – am besten analysierst du aber die eigenen Spiele. Video: YouTube/KRASI - BEST FIFA 19 TUTORIALS & TIPS & SKILLS

Nicht nur Tore und Gegentore solltest du aber genauer unter die Lupe nehmen. Auch deinen Spielaufbau oder dein Defensivverhalten musst du genau studieren, denn nur so kannst du genau die zwei bis drei Situationen vor einem Gegentreffer verhindern und bereits da einen Gegenangriff lancieren. Du merkst, die Parallelen zum echten Fußball sind auch in der Analyse da – nutzte also dein Fußball-Fachwissen auch bei "FIFA" aus.

Wir haben FIFA 19 "ohne Regeln" getestet

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Video: watson/Benedikt Niessen, Gavin Karlmeier

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