Digital
Bild

Ein bisschen schlanker als der X-Box-Controller – so sollen Spieler auf Stadia zocken. screenshot: youtube

Was wir bisher über Googles neue Gaming-Plattform "Stadia" wissen

Vor einigen Wochen hat Google ein Gaming-Projekt angekündigt. Gestern hat die Suchmaschine seine Neuigkeit in einer Keynote-Speech vorgestellt. Trommelwirbel... Willkommen auf dieser Welt, Stadia!

Mit Stadia will Google eine neue Gaming-Ära einleiten. Es handelt sich um ein Streaming-Angebot, das plattformübergreifend auf jeder Konsole und jedem PC funktionieren soll. Eine Art eigene virtuelle Konsole also, bei der User im Browser Spiele streamen können. Dafür soll es weder notwendig sein, irgendein Programm zu installieren, noch sich eine krasse Hardware zulegen zu müssen.

Stadia ermöglicht Zocken mit 4K-Auflösung, 60 Bildern pro Sekunde und HDR, zumindest zum Start. Geplant ist eine Verdopplung auf 8K und 120 Bilder.

Auch das Spielen im Multiplayer soll laut Google mit dieser Technik kein Problem mehr sein, Ruckeln war gestern – so zumindest der Plan.

Zur Steuerung stellte Google am Dienstag einen Controller aus eigener Entwicklung vor. Das Gerät sieht aus wie bisherige Controller für Konsolen oder Spiele-PCs, hat aber zwei zusätzliche Knöpfe. Mit dem einen kann man den Sprachassistenten Google Assistant auslösen, der unter anderem Tipps zum Spielgeschehen geben soll. Mit dem anderem Knopf kann der Spielverlauf in Echtzeit auf Googles Videoplattform YouTube übertragen werden.

Außerdem soll man mit nur einem Klick Spielen beitreten können, aus denen YouTube-Gamer gerade streamen – per Warteschlange wird man dann in dasselbe Spiel gepackt.

Der Spiele-Dienst soll auf PCs über den Chrome-Webbrowser des Internet-Konzerns, auf Tablets und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android sowie auf Fernsehern nutzbar sein. Keine Angaben gab es unterdessen dazu, ob Stadia auch auf iPhones und iPads von Apple verfügbar sein wird.

Auch andere wichtige Fragen blieben zur Ankündigung offen.

Der Google-Einstieg ins Spielegeschäft ist auch ein Gewinn für den Chipkonzern AMD – er soll die Grafik-Hardware für die spezialisierten Server in der Google-Cloud liefern. Die AMD-Aktie schloss nach dieser Ankündigung den US-Handel mit einem Plus von fast zwölf Prozent ab.

Google wird mit der Ankündigung zum Vorreiter beim Spiele-Streaming, dem eine große Zukunft vor allem in Verbindung mit dem künftigen superschnellen 5G-Datenfunk vorhergesagt wird. Auch von Microsoft, Anbieter der Xbox-Spielekonsole, wird ein ähnlicher Service erwartet. Sony bietet bereits seit einiger Zeit Streaming für ältere Spiele auf seiner Playstation an.

Hier Googles 2-Minuten-Vorstellung von Stadia:

abspielen

Video: YouTube/Stadia

Und hier die Keynote:

abspielen

Video: YouTube/Google

So reagierten die ersten Twitter-User auf die Google-Ankündigung

Auf Twitter wurde #Stadia binnen kürzester Zeit zum Trending Hashtag. Viele User zeigten sich begeistert. Und alle Deutschen so: Jetzt brauchen wir nur noch ordentliches Internet.

Was haltet ihr von Stadia? Schreibt es in die Kommentare!

(mbi/dpa/hau/as)

Diese 5 Emotionen durchlebst du als FIFA-Zocker

Play Icon
1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Reporterin arbeitet undercover in Troll-Farm – das hat sie erlebt

Dank einer polnischen Journalismus-Studentin gibt es seltene Einblicke in ein Business, das mit Fake-Profilen bei Twitter und Facebook funktioniert.

Die Journalismus-Studentin Katarzyna Pruszkiewicz hat sechs Monate lang verdeckt für eine Troll-Fabrik in Warschau gearbeitet. Mit dem Ziel, die (un)heimlichen Machenschaften der Firma und deren Einfluss auf Social Media zu enthüllen.

Die Ergebnisse ihrer Recherche hat sie vor wenigen Tagen veröffentlicht, in Kooperation mit dem Recherche-Kollektiv Investigate Europe. Das ist ein Zusammenschluss von Journalisten aus acht Ländern Europas, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, "transnationale …

Artikel lesen
Link zum Artikel