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President Donald Trump speaks during an event to salute U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) officers and U.S. Customs and Border Protection (CBP) agents in the East Room of the White House in Washington, Monday, Aug. 20, 2018. (AP Photo/Andrew Harnik)

Der Angriff auf seine Republikaner ist mal ein Hack, der ihn nicht gefreut haben dürfte. Bild: Andrew Harnik/AP

Wieso russische Hacker jetzt auch Trumps Republikaner angreifen – 4 Fragen

Hacker aus Russland haben Berichten zufolge Webseiten von US-Denkfabriken und dem US-Senat gefälscht. Es handle sich dabei um die gleichen Hacker, die auch schon 2016 versucht haben sollen, die US-Wahl zu beeinflussen, berichten die "New York Times" und "Washington Post".

Unter den insgesamt sechs betroffenen Webseiten befinden sich laut "New York Times" konservative Thinktanks, die jedoch mit US-Präsident Trump gebrochen haben. Sie fordern etwa Sanktionen gegen Russland und setzen sich für Menschenrechte ein.

Microsoft hat den Betrug am Dienstag öffentlich gemacht und die Seiten inzwischen abgeschaltet.

Wer sind die Hacker?

Bei den Hackern handelt es sich demnach um die Gruppe APT28, die in Verbindung zu russischen Geheimdiensten stehen soll. Sie wird auch für Attacken auf den Deutschen Bundestag 2015 und das deutsche Regierungsnetz Ende 2017 verantwortlich gemacht.

Nach Informationen des Verfassungsschutzes soll die APT28 vor der Bundestagswahl auch CDU und SPD angegriffen haben.  

FILE - In this Feb. 25, 2018, file photo, Microsoft President Brad Smith speaks during the panel Economic Development at the National Governor Association 2018 winter meeting in Washington. Microsoft is turning to a former rival to improve the security of computing devices. Microsoft President Brad Smith said Monday, April 16, at the RSA security conference in San Francisco that the company will use software based on the Linux operating system, not its own Windows operating system, for new security features to protect internet-connected toys and other consumer devices. (AP Photo/Jose Luis Magana, File)

Microsoft-Präsident Brad Smith. Bild: Jose Luis Magana/AP

"Wir beobachten einen weiteren Anstieg der Attacken", sagte Microsoft-Präsident Brad Smith laut "New York Times". Auffällig sei, dass die angegriffenen Webseiten nun aus einem immer breiteren Spektrum stammen. Also diesmal auch solche von Organisationen, die mit Republikanern in Verbindung stehen.

Wie gehen die Hacker in der Regel vor?

Hacker bauen Webseiten nach, etwa um Schadsoftware auf die Rechner der Besucher zu installieren. So können Passwörter oder andere persönliche Daten ausspioniert werden. Die nachgebauten Webseiten gaukeln dem Nutzer vor, er befinde sich auf der echten Seite. Nutzer bekommen oft also gar nicht mit, dass sie ausspioniert werden.

Man verfolge die Aktivitäten der Hacker schon seit zwei Jahren, heißt es von Microsoft. Nun wende man sich an die Öffentlichkeit, da das Problem dringlicher werde und die Aktivitäten vor den Midterm-Wahlen zunehmen würden.

Wie werden die Angriffe in den USA wahrgenommen?

Erst vor wenigen Wochen hatte der US-Geheimdienstkoordinator Dan Coats vor Angriffen aus Russland gewarnt: "Die Warnlichter blinken wieder rot. Die digitale Infrastruktur ist heute buchstäblich unter Angriff.“ Täglich verübten "ausländische Akteure" Cyber-Angriffe auf Ziele in den USA. Russland sei dabei "ohne Frage der aggressivste ausländische Akteur".

Director of National Intelligence Dan Coats speaks during the daily press briefing at the White House, Thursday, Aug. 2, 2018, in Washington. The White House says President Donald Trump has directed a

US-Geheimdienstkoordinator Dan Coats Bild: Evan Vucci/AP

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin bezweifelt, dass Russland hinter den Attacken auf die Präsidentschaftswahl 2016 gesteckt habe. Später musste er zurückrudern, weil die US-Geheimdienste das Gegenteil sagen.

Warum kam es gerade jetzt zu dem Angriff?

Der Forscher Eric Rosenbach, Direktor des Projekts Defending Digital Democracy (Digitale Demokratie verteidigen) an der Harvard-Universität, sagte der "New York Times": "Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Russen keine wirklich parteiischen Angriffe verfolgen, sondern Attacken fahren, die aus ihrer Sicht in ihrem nationalen Eigeninteresse liegen." Es gehe darum, jede Gruppe "zu stören und herabzusetzen, die die Art bedroht, wie Putins Russland zu Hause und in der Welt agiert".

In den USA wird im November das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Die sogenannten Midterm-Wahlen oder Halbzeitwahlen sind wichtig nicht nur als Stimmungstest für den aktuellen Präsidenten, sondern auch für die Kräfteverhältnisse im US-Kongress.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de.

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