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Auch künftig bleibt Whatsapp wohl ohne Werbung – jedenfalls in den Chats. Bild: picture alliance/Geisler-Fotopress

Whatsapp zieht geplantes Feature doch zurück

Laut einem Medienbericht soll der Whatsapp-Chat nun doch werbefrei bleiben. Der Mutterkonzern Facebook hat das Anzeigenprogramm vorläufig gestoppt. Dafür soll die Messenger-App an anderer Stelle Geld abwerfen.

Seit 2014 gehört Whatsapp zu Facebook. Der Konzern hatte den beliebten Messenger für 22 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Aus Sicht vieler Datenschützer und Nutzer bedeutete das nichts Gutes. Tatsächlich machte Facebook bald darauf seine Pläne bekannt, den Messenger mit seinen anderen Diensten zu verknüpfen und mit Werbung zu bestücken.

Ab 2020 sollten sich Nutzer darauf einstellen, beim Chatten und in den Statusanzeigen mit Werbeanzeigen konfrontiert zu werden. Erste Tests und Entwürfe, wie das aussehen könnte, gab es bereits . Doch jetzt berichtet das Wall Street Journal, dass Facebook überraschend einen Teilrückzieher gemacht hat. Zumindest im Chat sollen Nutzer demnach von störenden Werbeeinblendungen verschont bleiben.

Der Konzern soll die Abteilung zur Entwicklung des Anzeigenfeatures aufgelöst haben. Bereits geschriebener und ausgelieferter Programmcode wurde zurückgezogen. An den Plänen zur Einführung von Werbung in den Statusanzeigen will Facebook aber offenbar weiterhin festhalten. Nutzer posten hier Updates aus ihrem Tagesablauf, die für alle Kontakte sichtbar sind.

Vor der Übernahme durch Facebook gab es bei Whatsapp eine völlig andere Unternehmensphilosophie. Die Gründer Jan Koum und Brian Action verabscheuten Werbung und versprachen, ihre Nutzer niemals damit zu belästigen. Beide haben das Unternehmen jedoch mittlerweile verlassen – mit der Facebook-Spitze haben sie sich zerstritten.

Warum Facebook seine Pläne zur Monetarisierung von Whatsapp auf Eis gelegt hat, ist unklar. Das Tech-Magazin "The Verge" mutmaßt, dass es bei der Entwicklung des Anzeigenfeatures Probleme mit der Verschlüsselung gegeben haben könnte. Werbeanzeigen passen eben nicht zu einem Messenger, der sich damit brüstet, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.

Verwendete Quellen:

(Dieser Text ist zuerst auf t-online.de erschienen)

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