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Bild: iStockphoto/getty

Warum WhatsApp jeden Monat 2 Millionen Konten löscht

WhatsApp löscht nach eigenen Angaben jeden Monat zwei Millionen Konten. Das berichtet der britische "Guardian" und beruft sich auf einen Bericht des Unternehmens zum Thema Desinformation und "Fake News".

Mit dem Papier will WhatsApp zeigen, was gegen die Verbreitung von Falschinformationen unternommen wird. 

Wie das Unternehmen gegen die Verbreitung von Desinformation und "Fake News" vorgeht:

WhatsApp versucht nun, die Verbreitung von potenziell gefährlichen Inhalten durch verschiedene Maßnahmen einzuschränken. So können WhatsApp-Nutzer Mitteilungen jetzt nur noch an bis zu fünf Personen weiterleiten statt an 20. Die Änderung war zuerst in Indien eingeführt worden und gilt seit Januar weltweit . 

In dem nun vorgelegten Bericht ermuntert WhatsApp seine Nutzer zudem, Spam und Regelverstöße zu melden. Die Hinweise sollen nebenbei eine Software trainieren, die Spam-Accounts automatisch erkennen und aussortieren soll. "Wir sind nicht dazu da, um Menschen ein Megaphon zu geben. Wir sind für private Nachrichten da", sagte Matt Jones, der das Anti-Spam-Team bei WhatsApp leitet. 

Hacker missbrauchen WhatsApp

Die Abteilung bekommt es regelmäßig mit findigen Hackern zu tun, die versuchen, die WhatsApp-Schutzmechanismen auszuhebeln. Laut Jones gab es in der Vergangenheit Fälle, in denen Angreifer Geräte manipuliert hatten, um mehrere WhatsApp-Accounts gleichzeitig bedienen zu können. Andere nutzten dazu eine Software, mit der sich WhatsApp auf dem Computer simulieren lässt.

Sobald das "abnormale WhatsApp-Verhalten" auffällt, werden solche Accounts gesperrt. Etwa 95 Prozent aller gelöschten Konten werden durch das Anti-Spam-Team entdeckt und nicht etwa aufgrund von Nutzerhinweisen. 

Furcht vor Wahlbeeinflussung durch WhatsApp-Falschmeldungen

Spam-Accounts können unter anderem daran erkannt werden, dass die Nachrichten, die darüber verschickt werden, selten getippt werden. In der WhatsApp-Statusleiste taucht also nie der typische Hinweis "XY schreibt..." auf. Auch Konten, die kurz nach der Registrierung schon eine hohe Anzahl an Nachrichten verschicken, stuft WhatsApp als verdächtig ein. 

Im April steht in Indien eine große Wahl an. Die Politik befürchtet eine Wahlbeeinflussung über WhatsApp-Falschmeldungen. Laut WhatsApp nutzen die großen Parteien den Messengerdienst jedoch selbst, um Wähler zu mobilisieren. Sie versuchten sogar, die Limitierung der Weiterleiten-Funktion zu umgehen, indem sie Nachrichten an Gruppen weiterleiteten. Diese können bis zu 256 Mitglieder haben. 

Man habe den Politikern klargemacht, dass WhatsApp kein "Sender" zur Verbreitung von politischen Kampagnen sei. Jeder Versuch, den Dienst für etwas anderes als private Mitteilungen zu missbrauchen, werde mit einer Kontosperre geahndet. 

(str)

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de

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