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Desinformation, Gerüchte und Hetze sind auf WhatsApp ein Problem, ob in Brasilien, Indien, oder Chemnitz. Bild: imago/getty images/screenshot/Montage: watson

WhatsApp beschränkt Weiterleiten-Funktion – um Desinformation und Gerüchte zu bekämpfen

WhatsApp beschränkt künftig die Weiterleiten-Funktion der Messenger-App. Bislang konnten Nutzer eine Nachricht an bis zu 20 Kontakte weiterleiten, jetzt wird die Zahl auf fünf begrenzt. Damit will WhatsApp die Verbreitung von Falschinformationen und Gerüchten bekämpfen.

Bereits seit Juli 2018 gilt diese Einschränkung in Indien. Zuvor hatten Gerüchte, die per WhatsApp verbreitet wurden, dort zur Tötung von mehreren Dutzend Menschen geführt. Bei den Gerüchten ging es vor allem um angebliche Kindesentführungen. Falschinformationen verbreiteten sich über den Messenger wie ein Lauffeuer, es bildeten sich Lynchmobs von teilweise Tausenden Personen, die vermeintliche Entführer totprügelten. Nach den "WhatsApp Lynchings" geriet der Mutterkonzern Facebook unter Druck durch die indischen Behörden.

Die Beschränkung des Weiterleitens von Nachrichten an maximal fünf, statt bislang 20 Kontakte, soll die Verbreitung potentiell gefährlicher Falschinformationen zumindest eindämmen. Und das nun nicht mehr nur in Indien, sondern weltweit, wie das Unternehmen laut Berichten der Nachrichtenagenturen Reuters und IANS nun bestätigte. Schon im Dezember hatte der Technik-Blog WA-Beta-Info die Beschränkung der Weiterleiten-Funktion angekündigt

WhatsApps Problem mit Desinformation

Nicht nur in Indien wird WhatsApp zur Verbreitung von Desinformation und gefährlichen Gerüchten genutzt. In Brasilien wurde die Messenger-App vor den Wahlen im Oktober 2018 zur massiven Verbreitung von Falschinformationen zugunsten des rechten Präsidentschaftskandidaten Jair Bolsonaro verwendet.

Zum "Erfolg" von Falschmeldungen auf WhatsApp trägt in Brasilien auch das sogenannte "Zero Rating" bei, eine Verkaufsstrategie von Internetprovidern. Viele Brasilianer nutzen Daten-Flatrates, bei denen die Nutzung von Social-Media-Diensten wie WhatsApp oder Facebook inklusive ist, sie für das Surfen im Rest des Internets jedoch extra zahlen müssen. Wer den Wahrheitsgehalt eines Bildes, das per WhatsApp verschickt wird, überprüfen will, muss für die Google-Recherche also draufzahlen. 

Und auch für professionelle Faktenchecker ist der Umgang mit Falschmeldungen auf WhatsApp besonders schwer. Im Gegensatz zu Meldungen, die öffentlich etwa über Facebook oder andere Soziale Netzwerke verbreitet werden, kursieren Bilder, Videos und Meldungen bei WhatsApp vor allem in kleineren Gruppen und im privaten Umfeld. Ein Einblick von außen ist fast unmöglich. 

(fh)

Auch bei den gewalttätigen Protesten von Chemnitz wurden Falschmeldungen und Hetze per WhatsApp verbreitet.

Dieses Beispiel für den verbreiteten Hass wurde watson zugespielt:

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Video: watson/Felix Huesmann, Lia Haubner

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