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Whatsapp

Bild: getty/unsplash montage

Gift-Briefe in der Region? Fall aus Papenburg zeigt, wie WhatsApp-Kettenbriefe entstehen

84 Sekunden ist die WhatsApp-Sprachnachricht lang – und ihr Inhalt gruselte die Bewohner des Emslands.

Große Aufregung in der Region, die Nachricht verbreitete sich in Windeseile. Tatsächlich wurden solche Briefe jedoch nie verschickt. Der Aufregung tat das keinen Abbruch – am Dienstag schaltete sich die Polizei Papenburg mit einer Pressemitteilung ein. (watson berichtete)

Dort hieß es: Der Urheber der Sprachnachricht wolle "bewusst falsche Inhalte verbreiten, um das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung negativ zu beeinflussen."

Ähnliche Kettenbriefe, die sich in der Messenger-App viral verbreiten, gibt es immer wieder: zu den bekanntesten gehört etwa der Momo-Kettenbrief oder auch die Warnung vor dem sogenannten Martinelli-Virus. Meist wollen die Absender dieser Nachricht einfach nur Verwirrung in der Community stiften.

Jetzt ist die Absenderin bekannt:

Bei dem Fall aus dem Emsland ist dies offenbar ganz anders, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Donnerstag berichtet. Tatsächlich stecke hinter der großen WhatsApp-Aufregung lediglich ein Missverständnis, das eine Frau aus Aschendorf irrtümlich in die Welt gesetzt hatte.

Laut dem Bericht, der sich auf die Aussagen eines örtlichen Polizeisprechers stützt, hatte vor einigen Tagen tatsächlich eine Frau in der Gemeinde einen Brief erhalten, den sie angeblich falsch adressiert hatte. Die misstrauische Empfängerin ging mit der Sendung zur Polizei – dort stellte man demnach fest, dass die Postsendung Drogen enthielt.

Die schockierte Empfängerin besprach diesen Vorfall wiederum mit ihrer Freundin, der Frau hinter der Stimme des WhatsApp-Kettenbriefs. Aus der Aufregung unter Freundinnen wurde so ein WhatsApp-Kettenbrief: Laut dem Bericht setzte diese Bekannte nämlich die aufgeregte Sprachnachricht ab, in der sie fehlerhaft von mehreren Gift-Briefen berichtete, die nun in der Region kursieren würden. So wurde aus Drogen plötzlich Gift. Die Nachricht verschickte sie demnach an 20 Nachbarn – und die verbreiteten die Sprachnachricht.

Die Frau hinter der Stimme des Kettenbriefs hat sich mittlerweile bei der örtlichen Polizei gemeldet – sie bereut, die Nachricht überhaupt abgesetzt zu haben.

Der Fall aus dem Emsland steht exemplarisch dafür, wie sich WhatsApp-Kettenbriefe in dem Messenger verbreiten können – und das gerade auch dann, wenn der Inhalt des Kettenbriefs keine Spur von Wahrheit enthält.

WhatsApp, Teil von Facebook, hat im vergangenen Monat in einem Update festgelegt, dass Nachrichten auf der Plattform nur noch an bis zu fünf Personen weitergeleitet werden können. So will das Unternehmen in Zukunft die Verbreitung von "Fake News" in seinem Messenger, den allein in Deutschland mehr als 30 Millionen Menschen nutzen, eindämmen.

Die Aufregung im Emsland konnte so dennoch nicht verhindert werden. Auch demnächst werden WhatsApp-Nutzer also weiterhin genau prüfen müssen, ob eine Nachricht, die sie erhalten, auch tatsächlich echt ist.

(pb)

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