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Bild: getty montage

WhatsApp schränkt Weiterleiten-Funktion ein – doch das Limit lässt sich leicht umgehen

Um die rasende Verbreitung von Spam und Falschmeldungen zu bremsen, hat WhatsApp seine Weiterleiten-Funktion eingeschränkt. Das Limit lässt sich jedoch leicht umgehen. 

Ein Artikel von

T-Online

WhatsApp-Nutzer können Nachrichten künftig nur noch an fünf Kontakte gleichzeitig weiterleiten. Damit will der Messengerdienst die Verbreitung von Falschmeldungen und anderen gefährlichen Inhalten bremsen. Zunächst war die Änderung nur in Indien eingeführt worden, sie soll aber demnächst weltweit gelten. Bisher konnten Nachrichten an bis zu 20 Personen weitergeleitet werden.

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Nun gibt es allerdings Zweifel daran, wie wirksam die Maßnahme überhaupt ist. Denn wer seine Botschaften an ein großes Publikum verbreiten will, findet bei WhatsApp nach wie vor Wege. So können Nutzer die Nachricht beispielsweise per "Copy & Paste" beliebig vervielfältigen in einem neuen Chat an weitere fünf Kontakte schicken. Noch schneller geht es durch das Nutzen einer Broadcast-Liste.

Über die Broadcast-Funktion kann man Nachrichten auch außerhalb einer festen Chat-Gruppe an mehrere Kontakte gleichzeitig schicken. Der Vorteil: Die Empfänger wissen nicht, an wen die Nachricht sonst noch herausging. Auch ihre Antworten sind nur für den Absender zu sehen. Eine Broadcast-Liste kann bis zu 256 Empfänger enthalten und es gibt keine Vorgaben, wie viele solcher Listen man erstellen darf. 

WhatsApp war in Ländern wie Indien und Brasilien in die Kritik geraten, da der Dienst dort unter anderem zur Verbreitung von Hassbotschaften genutzt wurde. In Indien kam es zu einer Serie von Gewaltverbrechen. Auch in Europa und Nordamerika machen sich Eltern zunehmend Sorgen, weil Jugendliche über den Dienst mit gefährlichen Inhalten in Kontakt kommen wie etwa per Kettenbrief verbreitete Mutproben oder Kinder-Pornografie. Die Frage ist, ob sich solche Probleme tatsächlich durch technische Maßnahmen verhindern lassen – oder ob wir mehr Aufklärung brauchen. 

Dieser Artikel erschien zuerst bei t-online.de 

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