21.01.2021, Irak, Bagdad: Menschen und Sicherheitskr

Menschen und Sicherheitskräfte gehen in der irakischen Hauptstadt am Ort eines tödlichen Anschlags, einem Markt, auf dem gebrauchte Kleidung verkauft wurde, an auf dem Boden verstreuten Kleidung und Schuhen vorbei. Bei zwei Selbstmordanschlägen in Bagdad sind am Donnerstag mindestens 21 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Bild: dpa / Hadi Mizban

21 Tote und 50 Verletzte bei Doppelanschlag in Bagdad

Bei zwei Selbstmordanschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag mindestens 21 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Die beiden Attentäter hätten sich während einer Verfolgungsjagd mit Sicherheitskräften auf einem Marktplatz in die Luft gesprengt, sagte Armeesprecher Jahia Rasul. Zu der Tat im Viertel Bab al-Scharki im Stadtzentrum bekannte sich zunächst niemand.

Schwerster Selbstmordanschlag im Irak seit mehr als einem Jahr

Videos von den Augenblicken nach den Explosionen zeigten mehrere Tote und Verletzte auf einem Marktplatz liegend. Retter versorgten die Opfer. Auf dem Boden waren Blutpfützen zu sehen.

Es war der schwerste Selbstmordanschlag im Irak seit mehr als einem Jahr. Das Land leidet noch immer unter den Folgen des Kampfes gegen die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die zwischen 2014 und 2017 große Gebiete im Norden und Westen des Iraks beherrscht hatte. Einer der schwersten Anschläge der vergangenen Jahre ereignete sich im Januar 2018, als zwei Attentäter auf einem belebten Marktplatz in Bagdad 38 Menschen töteten.

Die irakischen Sicherheitskräfte konnten den IS mit internationaler Unterstützung - insbesondere der USA - militärisch besiegen. Zellen der Terroristen sind aber weiterhin aktiv und verüben regelmäßig Anschläge. In Bagdad kam es in vergangenen Monaten zudem immer wieder zu Raketenangriffen, die sich auch gegen irakische Militärstützpunkte richteten, die von US-Truppen genutzt werden. Meist stecken dahinter örtliche Milizen, von denen manche vom Nachbarland Iran unterstützt werden.

(mse/dpa)

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