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Smiling pretty red haired Irish girl with tweed hat, wrapped in the Irish flag and shamrocks painted on her face, Temple Bar, Dublin, Ireland.

Eine Zuschauerin bei einer Parade an einem St. Patrick's Day in Dublin (Archivbild). Bild: getty/E+ / levers2007

Warum feiert man den St. Patrick's Day in Irland? 7 Fakten zum Feiertag

Menschenmassen, die Farbe Grün, Unmengen Guinness und lauter skurrile Mythen sowie imposante Paraden – das alles ist der St. Patrick's Day, normalerweise. In diesem Jahr wird der Feiertag etwas anders aussehen. Aufgrund des Coronavirus sind Tausende Pubs und Bars seit Montag in Irland geschlossen.

Was aber feiert man überhaupt am St. Patrick's Day? Wir präsentieren dir sieben Fakten zum jährlichen Feiertag am 17. März.

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Bild: watson

Was wird am St. Patrick's Day gefeiert?

Traditionell feiern die Iren am 17. März ihren Nationalheiligen und Schutzpatron St. Patrick. Er war im 5. Jahrhundert an der Verbreitung des christlichen Glaubens in Irland beteiligt. Der 17. März ist der Todestag des Heiligen Priesters.

Auch wenn der 17. März nur in wenigen Ländern ein offizieller Feiertag ist, haben irische Auswanderer ihre Bräuche längst in alle Welt getragen. Feiern und Festumzüge zum St. Patrick's Day gibt es vor allem in den USA und in Großbritannien. Der imposanteste Umzug in Deutschland zieht jährlich durch München.

Warum tragen alle am St. Patrick's Day Grün?

Am St. Patrick's Day wird die ohnehin schon "grüne Insel" Irland noch grüner. Denn zu Ehren St. Patricks werden Häuser und Straßen in den Nationalfarben grün-weiß-orange geschmückt.

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In Chicago wird der Fluss grün gefärbt. Bild: Abel Uribe / Chicago Tribune

Denkmäler und sogar Flüsse erstrahlen zudem in Grün. Und viele Menschen tragen ein Kleeblatt, das Shamrock genannte Symbol Irlands, an der Kleidung oder im Gesicht. Denn: Angeblich hat Patrick mit dem dreiblättrigen Kleeblatt die Heilige Dreifaltigkeit erklärt – und Kleeblätter sind grün.

Der heilige Patrick war nicht immer heilig

Laut geschichtlichem Mythos war St. Patrick ein Sklave. Zudem soll er nicht einmal Ire gewesen sein. Angeblich soll er im Jugendalter aus England entführt und dann nach Irland verschleppt worden sein. Dort verbrachte er gemäß der Überlieferung sechs Jahre als Sklave auf der immergrünen Insel und musste niedere Arbeiten verrichten. Schlussendlich konnte er flüchten und wurde Priester. Von da an verbreitete er die Botschaften des Herrn. Die Parade am St. Patrick's Day soll einer Willkommensfeier für den Rückkehrer gleichkommen.

St. Patrick war kreativ

Der Heilige Patrick versuchte auf gewitzte Weise, die Iren zu missionieren: So kombinierte er die irischen Kulturen mit dem christlichen Glauben, indem er beispielsweise einführte, dass in Irland Ostern mit einem Feuer gefeiert wird – Feuer diente in Irland zur Ehrung der Götter.

Guinness fließt in Massen

Ein typisch irisches Gericht, das natürlich auch am St. Patrick's Day verspeist wird, ist Corned Beef (gepökeltes Rindfleisch) und Cabbage (Kohl). Das passt übrigens auch ausgezeichnet zum irischen Bier – das am St. Patrick's Day in Massen fließt.

Werden normalerweise durchschnittlich knapp sechs Millionen Pints (halbe Liter) Guinness an einem normalen Tag verkauft, steigt der Konsum des irischen Bieres am St. Patrick's Day auf knapp 13 Millionen Pints.

Ohne Hunde-Show kein Alkohol

In der Zeit von 1927 bis 1961 war den Iren der Ausschank von alkoholischen Getränken an dem heiligen Feiertag gesetzlich untersagt. Da es aber irgendwie immer ein Schlupfloch für solche Regelungen gibt, fanden auch die Iren eins: die "Royal Dublin Dog Show". Es war die einzige Veranstaltung, auf der an diesem Tag legal in der Öffentlichkeit getrunken werden durfte.

Tradition auch in Amerika

Irische Auswanderer brachten die Tradition des St. Patrick's Days auch nach Amerika. Bereits 1737 soll es im damals noch britisch regierten Boston erste Feiern zum "Paddy's Day" gegeben haben. Die erste "grüne Parade" auf amerikanischem Boden wurde 1766 in New York veranstaltet.

Seit Jahren findet in New York zudem eine der längsten Paraden der Welt statt. Jedes Jahr marschieren bis zu 250'000 Feierwütige in grünen Kostümen und geschmückten Fahrzeugen entlang der Fifth Avenue. Auch Chicago ist mit dem grünen Fieber infiziert: Hier feiern die Einwohner seit 1962 den St. Patrick’s Day, indem sie den berühmten Chicago River grün färben.

Der Artikel erschien zuerst bei t-online.de

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