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And now? Bild: Getty Images Europe

Analyse

Totales Brexit-Chaos? Diese Grafik verschafft dir den Überblick

max biederbeck, patrick toggweiler, peter blunschi

Menschen haben ja oft und gerne einen vermeintlich genialen Plan, der in der Katastrophe endet. Schaut man sich die politische Leidensgeschichte der Briten in den vergangenen Jahren an, stößt man immer wieder auf dieses Muster. Zahlreiche vermeintlich geniale Pläne haben nun eine der schlimmsten Krisen ausgelöst, die das Land seit dem zweiten Weltkrieg durchstehen muss.

David Cameron etwa, damals Primeminister, hatte einen Plan: Er wollte sich bei den Rechtsaußen-Wählern anbiedern. Dazu schoss er gegen die EU, wo er nur konnte. Und weil das ganz gut funktionierte, hatte er die Idee zum nächsten Plan: Die Bürger selbst sollten über den Verbleib von UK in der EU entscheiden.

Dann hatten die Brexitiers ihren großen Auftritt. Ebenfalls mit Plan. Londons Oberbürgermeister Boris Johnson und der ehemalige UKIP-Chef, Nigel Farage, witterten ihren Platz an er Sonne. Sie wollten ihr Land "befreien von der EU" und sich gleichzeitig selbst profilieren. Was für ein Plan.

Auch Englands Bürger hatten dann einen ganz eigenen Plan: Ihrem durch Affären und wirtschaftliche Fehlentscheidungen in britische Ungnade gefallenem Parlament wollten sie einen Denkzettel verpassen. Und dann... stimmten sie für den Brexit

Auftritt: Theresa May.

Die neue Premierministerin wollte den historischen Austritt verwalten. Man kann es erraten, auch sie ersonn einen Plan. Ein weicher Brexit, Außerhalb und gleichzeitig immernoch mit der EU. Europa akzeptierte, aber nicht das britische Parlament.

Zwar überstand May am Mittwochabend ein Misstrauensvotum im Parlament – doch sie bleibt unter Zeitdruck. Bis Montag hat sie Zeit, um ihren neuen "Plan B" zu präsentieren. Sie kann nicht anders, das Parlament hat sie vergangene Woche dazu gezwungen, sich einen neuen Plan zu überlegen. Die einen, weil ihnen der aktuelle Plan nicht weit genug geht, die anderen weil sie den ursprünglichen Plan Camerons wieder rückgängig machen wollen. Pläne über Pläne gegen Pläne.

Den Überblick verloren? 

Wir haben die gesamten Brexit-Abläufe für euch in dieser Karte zusammengefasst. Wir hoffen, wir sind nicht maymässig gescheitert.

Auf der Suche nach einer Lösung:

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Bild: watson.ch-montage

Lest hier noch einmal alle Details zu den einzelnen Szenarios:

Exklusiv

Obama-Stratege zu Trumps Plan, vor Gericht zu ziehen: "Auch bei uns standen die Anwälte schon in den Startlöchern"

Joe Biden holt durch die Briefwahlstimmen immer mehr auf und steht kurz davor, US-Präsident zu werden. Noch-Amtsinhaber Donald Trump gefällt das gar nicht und sein Lager kündigt wütend an, die Auszählungen stoppen sowie bereits feststehende Ergebnisse überprüfen zu lassen. Wahlkampf-Experte Julius van de Laar analysiert für watson das bisherige Ergebnis der US-Wahl und erklärt, warum auch Barack Obama notfalls geklagt hätte, um Präsident zu werden.

Noch in der Wahlnacht machte Donald Trump wahr, was er angekündigt hatte: Er erklärte sich selbst zum Sieger. Obwohl er in den Hochrechnungen hinten lag, reklamierte er die Präsidentschaft für sich und forderte, das Auszählen der Briefwahlstimmen einzustellen. Außerdem kündigte er an, gegen das Wahlergebnis vor Gericht ziehen zu wollen und eine Neuauszählung der Stimmen in einigen Bundesstaaten einzuklagen.

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