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Deshalb müssen die Eltern des kleinen Benito Mussolini vor Gericht

Das mit den Namen für den Nachwuchs ist oft eine schwierige Sache. Mal fehlt die Inspiration, mal will einfach jeder Name nach einem Menschen klingen, der einen schon einmal so richtig genervt hat. Man greift dann gerne mal auf altbewehrtes zurück, den Namen der eigenen Eltern zum Beispiel – dieser Fall hier zeigt, wie das in die Hose gehen kann:

Solche Geschichten gibt es nicht nur in Italien:

Denn die Eltern des kleinen Benito Mussolini aus Italien haben ihrem Sohn eigentlich nur nach dem Großvater nennen wollen. Ein Gericht in Genua hat sie einem Medienbericht zufolge jetzt dafür vorgeladen, um mit ihnen über einen Wechsel des Vornamens ihres 14 Monate alten Sohnes zu sprechen.

Weil die Familie Mussolini heißt, ist der Name des kleinen Jungen aber identisch mit dem des faschistischen Diktators, der Italien bis 1943 regierte. Das rief das Gericht auf den Plan, wie die Zeitung "Gazzetta di Parma" berichtete.

Die Richter sorgen sich um das Wohlergehen des Kindes.

Viele Italiener erinnert der Fall an Debatten, die vor drei Jahren durch den Film «Il nome del figlio» ausgelöst worden waren. In der italienischen Adaption eines französischen Films wollte ein Mann seinen Sohn Benito nennen. Italienische Medien verwiesen zudem auf einen anderen Fall in Mailand: Dort lud ein Gericht die Eltern eines kleinen Mädchens vor, die ihre Tochter «Blu» (Blau) nannten.

(mbi/afp)

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