International

Ex-Pilot prangert nach Flugzeugabsturz in Kuba Missstände bei Global Air an

Nach dem Flugzeugabsturz in Kuba mit mehr als hundert Toten hat ein früherer Pilot der mexikanischen Fluggesellschaft Global Air, der die Unglücksmaschine gehörte, über Missstände bei dem Unternehmen berichtet. Marco Aurelio Hernández sagte der Zeitung "Milenio", er habe von 2005 bis 2013 bei Global Air, auch bekannt als Aerolíneas Damojh, gearbeitet und dabei auch die am Freitag abgestürzte Boeing 737-200 geflogen.

Wegen Sicherheitsmängeln bei der mexikanischen Fluggesellschaft habe er 2013 bei der mexikanischen Verkehrsbehörde Beschwerde eingereicht, sagte Hernández der Zeitung. Dabei sei es um mangelnde Wartung der Flugzeuge gegangen. Zwar habe es "sehr fähige" Mechaniker bei Global Air gegeben, ihnen habe es aber an Sorgfalt und an Ersatzteilen gefehlt. Hernández arbeitete nach eigenen Angaben auch mit dem Piloten der Unglücksmaschine, José Luis Núñez, zusammen, der ein "sehr fähiger, sehr gut vorbereiteter" Kollege gewesen sei.

Eine Sprecherin von Global Air, die nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass Hernández bei der Fluggesellschaft gearbeitet habe. Zu seiner Beschwerde wollte sie sich nicht äußern.

(180519) -- HAVANA, May 19, 2018 -- Rescuers work at the site where an airplane of Cuban airline Cubana de Aviacion crashed, in Havana, Cuba, on May 18, 2018. At least three people have been found alive, but in critical condition, after a Boeing 737 passenger plane crashed near Havana on Friday, according to state newspaper Granma. ) (cr) (da)(axy) CUBA-HAVANA-AIRPLANE-CRASH JoaquinxHernandez PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Die abgestürzte Boeing 737-200. Bild: imago stock&people

Hernández schilderte in dem Interview, dass es ihm als Global-Air-Pilot einmal wegen des Zustands seines Flugzeugs verboten worden sei, nach Chile zu fliegen. "Du fliegst zurück, weil dieser Müll nicht in Chile fliegen wird", habe es damals geheißen.

Die Unglücksmaschine war 1979 gebaut worden und zuletzt im November bei einer Sicherheitsüberprüfung gewesen. Dabei sei kein Regelverstoß festgestellt worden, teilte die mexikanische Verkehrsbehörde mit.

Mexikos zivile Luftfahrtbehörde erklärte am Samstag, Global Air werde einer "neuen operativen Prüfung" unterzogen. Diese außerordentliche Prüfung solle zur Aufklärung des Flugzeugabsturzes in Kuba beitragen.

Die Boeing 737-200 war am Freitag kurz nach ihrem Start in Havanna abgestürzt. Der Inlandsflug sollte ins 670 Kilometer östlich gelegene Holguín gehen. Kurz nach dem Abheben stürzte die Maschine auf ein Feld in der Nähe des Flughafens José Marti und wurde fast vollständig zerstört. 110 Menschen starben, nur drei Kubanerinnen wurden schwer verletzt aus dem Flugzeugwrack geborgen.

Global Air hatte die Maschine mitsamt der mexikanischen Besatzung an Kubas staatliche Fluggesellschaft Cubana de Aviación vermietet. Alle sechs mexikanischen Besatzungsmitglieder starben bei dem Absturz.

(afp)

Das könnte dich auch interessieren:

"Promi Big Brother": Im Finale führt Sat.1 Kandidatin mit skurrilem Sex-Talk vor

Link zum Artikel

Luke Mockridge im "Fernsehgarten": Anwalt erklärt, was dem Comedian jetzt droht

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Almklausi blamiert sich bei Toastbrot-Frage – dann fliegt er

Link zum Artikel

Luke Mockridge im ZDF-"Fernsehgarten": Plötzlich taucht er wieder auf – und äußert sich

Link zum Artikel

Nazi-Familie Ritter mit weiteren Eskapaden – jetzt fährt die Stadt einen harten Kurs

Link zum Artikel

"Bachelorette": Nach dieser Folge ist es klar – ER bekommt die letzte Rose

Link zum Artikel

Millionensumme zeigt, in welchen Sphären Helene Fischer schwebt

Link zum Artikel

Vom Problemschüler zum Jura-Studenten: An Dennis hat früher niemand geglaubt

Link zum Artikel

Erzieherin: "Was viele Kollegen in Kitas tun, ist eigentlich Kindesmisshandlung"

Link zum Artikel

Miese Götze-Meldung lässt Fans wüten: "Mein Herz blutet"

Link zum Artikel

Almklausi kollabiert bei "Promi Big Brother" – Sat.1 wird scharf kritisiert

Link zum Artikel

Jede Menge Regelverstöße bei "Promi Big Brother" – doch der Sender ahndet das nicht

Link zum Artikel

Coutinho verrät seine Lieblingsposition – und bringt die Bayern damit in ein Dilemma

Link zum Artikel

Nach Tod von Ingo Kantorek: RTL 2 schneidet einige Szenen aus "Köln 50667"

Link zum Artikel

Segler-Paar über Gretas Segelreise: "Als würde man sich in eine Rakete setzen"

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Zlatko ist raus – warum er scheiterte und was er über Jürgen sagt

Link zum Artikel

Wie Salihamidzic die Transfers des FC Bayern vergeigte – und die Spieler dies ausnutzten

Link zum Artikel

"Promi BB": Kollege von Bewohnerin stirbt – so wird Janine vom Tod erfahren

Link zum Artikel

Warum der FC Bayern derzeit an sich selbst scheitert – und was das mit Sané zu tun hat

Link zum Artikel

Kuss bei "Promi Big Brother" war peinlich? Von wegen: Hier kommt Stalker Joey Heindle

Link zum Artikel

BVB-Doku auf Amazon zeigt Trauma des Anschlags – so nah waren wir noch nie dran

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Grotten-Foto – und muss nach Shitstorm den Beitrag ändern

Link zum Artikel

Perisic richtet Worte an Sané – und erklärt, was er nach dem Bayern-Anruf tat

Link zum Artikel

Warum Whatsapp für das iPhone massiv überarbeitet werden muss

Link zum Artikel

FC Bayern stellt Perisic auf Instagram vor – viele Fans sind wütend

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Beliebter Kandidat sollte keine Sendezeit bekommen

Link zum Artikel

"Steh da wie ein Spacko" – Lena Meyer-Landrut kotzt sich bei ihren Fans aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Greta will keine Ikone mehr sein – warum das der Klimabewegung schaden könnte

Beim Klimagipfel in Lausanne will Greta Thunberg sein wie alle anderen.

Statt zu streiken, trifft sich die europäische Klimajugend die ganze Woche im schweizerischen Lausanne, um sich international zu koordinieren und damit eine größere Wirkmacht zu erzielen. Denn, um es in den Worten des Schweizer Nobelpreisträgers Jacques Dubochets zu sagen: "Was ein Gemeinderat irgendwo in der Schweiz beschließt, bringt nichts."

450 junge Klimastreikende aus 37 Ländern Europas weilen nun also in Stadt am Genfersee.

Eine der Aktivistinnen sticht heraus: Greta Thunberg, 16, …

Artikel lesen
Link zum Artikel