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Warum der Bahnstreik in Frankreich dich auch in Deutschland treffen kann

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In Frankreich streiken die Bahnmitarbeiter gegen die geplante Bahnreform. Bis Mai muss mit tageweisen Zugausfällen gerechnet werden. Bild: AP

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron steht vor seiner ersten Bewährungsprobe. Aus Protest gegen die geplante Bahnreform legten am Donnerstag die Lokführer die Arbeit nieder. Im ganzen Land kam es zu Störungen im Bahnverkehr. Auch der grenzüberschreitende Verkehr nach Deutschland in Metropolen wie Kaiserslautern, Stuttgart oder Frankfurt war betroffen.

Alle Räder stehen still, selbst in Stuttgart, Mannheim und Frankfurt am Main

Der Streik soll im Mai und April fortgesetzt werden. Zugreisende auf Frankreich-Strecken müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen. 

Die Proteste richten sich unter anderem gegen die von Macron angekündigte Reform der Staatsbahn SNCF, deren Beschäftigte ihren beamtenähnlichen Status verlieren sollen. Der öffentliche Dienst demonstriert gegen die geplante Streichung von 120.000 Stellen.

Im öffentlichen Dienst riefen die Gewerkschaften zum Generalstreik auf, unter anderem legten die Fluglotsen die Arbeit nieder. Schulen und Krankenhäuser waren ebenfalls betroffen.

Proteste der Bahnmitarbeiter in Paris

Landesweit beteiligten sich zehntausende Menschen an Kundgebungen. In Paris kam es am Rande eines Protestmarschs zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und teils vermummten Demonstranten. Aus der Menge flogen Rauchbomben und Wurfgeschosse, die Polizei setzte Tränengas ein.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft CFDT, Laurent Berger, nannte die Proteste "einen Warnschuss für die Regierung". Er verlangte im Sender RTL Verhandlungen über die Bahnreform.

Deutliche Worte: Macron könne sich seine Reform sonstwo hinstecken, findet dieser Demonstrant.

Macron will diese mittels Verordnungen am Parlament vorbei durchsetzen. So war er bereits bei der umstrittenen Reform des Arbeitsrechts im Herbst vorgegangen, gegen die hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen waren.

Für Freitag ist zudem ein Streik für mehr Geld bei Air France angekündigt. Die Gesellschaft will ihre Flüge nach eigenen Angaben jedoch "zu 75 Prozent" aufrecht erhalten.

Die Bahngewerkschaften haben schon eine Fortsetzung der Proteste angekündigt: Zwischen Anfang April und Ende Juni wollen sie jeweils an "zwei von fünf Tagen" zum Streik aufrufen.

(AFP, dpa)

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