International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
In this Monday, March 19, 2018 photo, an election banner for Egyptian President Abdel-Fattah el-Sissi hangs on top of a residential building with Arabic that reads,

Bild: AP

Von 97 auf 92 Prozent: al-Sisi gewinnt die Wahl in Ägypten

29.03.18, 13:45

Bei der Präsidentenwahl in Ägypten ist Staatschef Abdel Fattah al-Sisi nach Angaben der Staatsmedien im Amt bestätigt worden. Nach ersten Prognosen habe er 92 Prozent der Stimmen auf sich vereint, melden die Zeitung "Achbar al-Dschum" sowie die Nachrichtenagentur "Mena".

Ein deutlicher Sieg von Amtsinhaber al-Sisi galt bei der international kritisierten Wahl als sicher. Sämtliche Widersacher des Präsidenten waren verhaftet worden oder hatten ihre Bewerbung zurückgezogen. Der einzige weitere Kandidat, der weitgehend unbekannte Politiker Mussa Mostafa Mussa, hatte sich als Anhänger des Präsidenten zu erkennen gegeben.

Laut einem Bericht der Zeitung "Al-Masri al-Jum" gaben etwa 25 Millionen Menschen ihre Stimme ab, die Zeitung "Al-Jum al-Sabea" schrieb von 23 Millionen. Demnach lag die Wahlbeteiligung bei etwa 40 Prozent. Die Präsidentenwahl 2014 hatte al-Sisi mit knapp 97 Prozent der Stimmen gewonnen. Da die Beteiligung damals zunächst nur bei 37 Prozent lag, fügten die Behörden kurzerhand einen dritten Wahltag an, so dass die Quote letztlich auf 47,5 Prozent stieg.

In Deutschland war scharfe Kritik an der Wahl geäußert worden

Die Grünen-Außenpolitikerin Franziska Brantner sprach von einer "Lachnummer", die Vize-Fraktionsvorsitzende der Linken, Heike Hänsel, bezeichnete die Wahl als "Farce". Beide forderten von der Bundesregierung einen Stopp von Rüstungsexporten nach Ägypten.

Al-Sisi hatte nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 die Macht in Ägypten übernommen und wurde 2014 erstmals zum Präsidenten gewählt. Viele Ägypter sehen in ihm den "starken Mann", der dem Chaos nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak durch einen Volksaufstand im Jahr 2011 ein Ende setzte.

Menschenrechtsgruppen werfen al-Sisi indes vor, dass seine Herrschaft mittlerweile repressiver sei als die von Mubarak. Dies und die anhaltende Wirtschaftskrise samt erheblichen Preissteigerungen schaden dem Ansehen des ägyptischen Staatschefs, der auch wirtschaftliche Stabilität versprochen hatte.

(afp/ap/tol)

Das könnte dich auch interessieren:

Dieser Käfer braucht Alkohol, um seine Kinder großzuziehen

Wein doch: "Sprachnachrichten sind gestohlene Lebenszeit!"

Die Donut-Theorie sagt uns, wie wir gut leben können, ohne die Erde zu zerstören

18 Gründe, warum wir die 2000er vermissen

Politiker oder Influencer – wer hat diese Bilder gepostet?

Poo with a view – 15 Klos mit Aussicht

"Quizz die Gesa" – Bist du schlauer als unsere Chefredakteurin? 

5 Frauen, die in Deutschland muslimischen Feminismus prägen

"Ich hasse Menschen auf Konzerten"

Dieses Model könnte Heidi Klum arbeitslos machen

So fallt ihr beim Sneaker-Kauf im Internet nicht auf Betrüger herein

15 Tiere, die am Wochenende viel aktiver sind als du

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Droht eine diplomatische Krise? – Ankara droht Trump im Streit um Pastor mit Vergeltung

Die USA und die Türkei steuern wegen des Streits um den amerikanischen Pastor Andrew Brunson auf eine schwerwiegende diplomatische Krise zu.

"Beide haben führende Rollen bei der Inhaftierung und Festnahme von Pastor Brunson gespielt", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch in Washington. Durch die Sanktionen werden die Vermögen der Minister in den USA eingefroren, außerdem dürfen US-Bürger keine Geschäfte mit ihnen abschließen.

Das Außenministerium in Ankara …

Artikel lesen