Guy Verhofstadt, President of the Group of the Alliance of Liberals and Democrats for Europe (ALDE), poses in front of a billboard truck showing a picture of Hungary's Prime Minister Viktor Orban and a slogan outside the European Parliament in Brussels, Belgium November 6, 2018.   REUTERS/Francois Lenoir

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Beef um Europa – Wie dieser Kerl mit Zahnlücke den Rechten Viktor Orban ärgert

Über Guy Verhofstadt gibt es aus seiner Zeit als belgischer Regierungschef eine lustige Geschichte. 2007 war das, die mächtigen der Welt tagten beim G8-Gipfel in Heiligendamm. Mittendrin Verhofstadt mit seinen langen Haaren und der markanten Zahnlücke. Irgendwann zog US-Präsident George Bush den britischen Premier Tony Blair zur Seite und fragte, wer dass denn sei. Der klärte auf, Verhofstadt, belgischer Premier und derzeit Ratschef der EU. Bush war erstaunt und rief: 

""Heißt das, ihr lasst die Belgier über die EU entscheiden?"

George Bush, hat da mal eine Frage

Das heißt das. Und so läuft das in Europa. Verhofstadt ist längst Fraktionschef der Liberalen im Europaparlament. Aber immer noch ein Supereuropäer.

Und als solcher hat er einen Lieblingsgegner: den ungarischen Premierminister und Rechtsausleger Viktor Orban. 

Der vertrieb zuletzt liberale Stiftungen wie "Open Society" des US-Milliardärs George Soros aus Budapest. Und so griff der Streitlustige Verhofstadt ein, mietete ein Fahrzeug und kurvte mit einem Anti-Orban-Plakat umher. 

Zunächst in Brüssel

Guy Verhofstadt, President of the Group of the Alliance of Liberals and Democrats for Europe (ALDE), poses in front of a billboard truck showing a picture of Hungary's Prime Minister Viktor Orban and a slogan outside the European Parliament in Brussels, Belgium November 6, 2018.   REUTERS/Francois Lenoir

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Dann auch vor Orbans Wohnhaus in Ungarn

Jetzt schlug Orban zurück und schickte seine Werbeplakate gegen Verhofstadt und seine liberale Zuwanderungspolitik auf Tour. Sein Regierungssprecher verband Migration mit Terrorattacken.

Verhofstadt konterte und warf Orban vor, mit Putin zu kuscheln, das Geld der EU einzustreichen, aber ihre Werte zu missachten.

Verhofstadt will nun mit einer neuen Gegenkampagne antworten. 

Das EU-Parlament hatte unlängst für ein Sanktionsverfahren gegen Ungarn gestimmt. Das Procedere läuft.

Ebenso wie der Streit zwischen Orban und Verhofsttadt. Da baut sich was auf. Bei der Europawahl im kommenden Mai können die Wählerinnen und Wähler ihr Voting in der Battle abgeben. 

Ist das Sanktionsverfahren gegen Orbans Ungarn gerechtfertigt?

(dpa, afp, reuters)

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