International
Bild

Boris Johnson und Sajid Javid. Bild: imago images / i Images

Nach Krach mit Johnson: Britischer Finanzminister tritt zurück

Der britische Finanzminister Sajid Javid ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag unter Berufung auf einen Sprecher Javids.

Bericht über Streit zwischen Johnson und Javid

Die britische Nachrichtenagentur Press Association berichtete unter Berufung auf einen Vertrauten Javids, dass Johnson von seinem Finanzminister verlangt habe, seine bisherigen Berater zu entlassen und durch "Sonderberater von Downing Street Number 10" zu ersetzen, um künftig ein gemeinsames Team zu haben. Javid habe jedoch die Auffassung vertreten, "dass kein Minister, der etwas auf sich hält, derartige Bedingungen annehmen kann".

Schon seit Wochen gab es Gerüchte über Spannungen zwischen Javid und Johnsons engstem Berater Dominic Cummings, der einen drastischen Umbau der Regierungsgeschäfte vornehmen wollte.

Bei der Kabinettsumbildung knapp zwei Wochen nach dem Brexit gibt es eine Reihe von Ministern, die ihre Posten verloren. Unter anderem gehören Nordirland-Minister Julian Smith und Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom zu den Kabinettsmitgliedern, die ihren Hut nehmen mussten. Bereits am Freitag soll die Regierung erstmals in neuer Zusammensetzung tagen.

(ll/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

Brexit: IfW-Präsident warnt – "Ein No-Deal ist noch immer möglich"

Am Freitag ist der Tag der Tage. Am 31.1. um 24 Uhr treten die Briten nach jahrelangen Verhandlungen und einer schier endlosen Odyssee aus der Europäischen Union aus.

Nachdem die (ehemaligen) britischen Premierminister David Cameron und Theresa May daran gescheitert waren, einen Deal mit der EU auszuhandeln, hat es Boris Johnson im vergangenen Herbst endlich geschafft, sich mit der EU zu einigen.

Trotzdem sind noch viele Fragen ungeklärt und sollen während einer Übergangsphase bis Ende 2020 …

Artikel lesen
Link zum Artikel