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UK Brexit secretary Stephen Barclay, right, shakes hands with European Union chief Brexit negotiator Michel Barnier before their meeting at the European Commission headquarters in Brussels, Friday, Oct. 11, 2019. (AP Photo/Francisco Seco, Pool)

Bild: AP Pool

Brüssel und London verhandeln neu über Brexit-Deal

Die EU-Staaten haben grünes Licht für detaillierte Verhandlungen über ein Brexit-Abkommen mit Großbritannien gegeben.

Barnier bezeichnete das Treffen mit Barclay als "konstruktiv". Die EU brauche aber "Geduld" und müsse entschlossen und wachsam bleiben. "Ich habe schon gesagt, dass der Brexit so ist, wie einen Berg zu besteigen."

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte vergangene Woche einen neuen Vorschlag für ein Abkommen unterbreitet. Demnach soll die britische Provinz Nordirland nach dem Brexit in einer Zollunion mit Großbritannien bleiben. Kontrollen im Warenhandel mit Irland sollen aber nicht an der Grenze, sondern nur "dezentralisiert" über Online-Formulare und Überprüfungen auf Firmengeländen und entlang der Lieferkette erfolgen.

Die EU sah aber mehrere "problematische Punkte" und zweifelte daran, dass Zollkontrollen tatsächlich verhindert werden können. Zudem sahen die anderen EU-Mitglieder die Forderung Johnsons kritisch, dass das nordirische Parlament alle vier Jahre der Vereinbarung mit der EU neu zustimmen muss und damit das Abkommen zu Fall bringen könnte.

(hd/afp)

Bye-bye Britain: Wehmut und Wut zum EU-Austritt Großbritanniens

Am Brexit-Tag herrscht viel Wehmut und wenig Feierlaune. Doch beide Seiten wollen auch nach vorne schauen und präsentieren sich optimistisch. Wird das was mit der britisch-kontinentaleuropäischen Freundschaft?

Trauer, Wut und auch Häme. Der letzte Tag der britischen EU-Mitgliedschaft nach fast 50 Jahren war am Freitag von starken Emotionen begleitet. Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Brexit-Referendum ist Großbritannien ab Samstag kein Mitglied der Europäischen Union mehr.

In Brüssel und auch in Berlin schwang zum Abschied viel Wehmut mit, doch auch in London herrschte kaum Feierlaune. Politiker auf beiden Seiten des Ärmelkanals betonten aber auch Zukunftschancen und die eigene Stärke.

Im …

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