International
News Bilder des Tages Proteste in Hongkong August 30, 2019, Hong Kong, Hong Kong Island, China: A protester holds a placard supporting Hong Kong and the anti-extradition movement during the commemoration..Protesters gathered to commemorate the 74th anniversary of the liberation of Hong Kong and reaffirm their support of the anti-extradition movement. Protesters stood in silence with flowers and signs before chanting various anti-extradition slogans. Hong Kong China PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs197 20190830_zaa_s197_061 Copyright: xAidanxMarzox

Bild: imago images / ZUMA Press

Tausende haben sich in Hongkong zu neuen Protesten versammelt – trotz Verbots

In Hongkong haben sich am Samstag trotz eines Demonstrationsverbots und der Absage einer Großdemonstration tausende Menschen zu neuen Protesten versammelt.

In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Dabei hatte es am vergangenen Wochenende erneut gewaltsame Zusammenstöße gegeben. Die Beamten setzten unter anderem Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein, erstmals seit Beginn der Proteste feuerte zudem ein Polizist einen Schuss ab.

Proteste in Hongkong August 30, 2019, Hong Kong, Hong Kong Island, China: A protester holds a placard supporting Hong Kong and the anti-extradition movement during the commemoration..Protesters gathered to commemorate the 74th anniversary of the liberation of Hong Kong and reaffirm their support of the anti-extradition movement. Protesters stood in silence with flowers and signs before chanting various anti-extradition slogans. Hong Kong China PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs197 20190830_zaa_s197_065 Copyright: xAidanxMarzox

Bild: imago images / ZUMA Press

Unmittelbar vor geplanten neuen Protestaktionen am Samstag anlässlich des fünften Jahrestags der Regenschirm-Bewegung 2014 waren die Behörden am Freitag zudem massiv gegen Demokratie-Aktivisten vorgegangen: Die Polizei nahm die Protestanführer Joshua Wong und Agnes Chow sowie mindestens drei weitere bekannte Aktivisten und drei der Demokratiebewegung nahestehende Abgeordnete fest.

Angesichts des Drucks sagten die Organisatoren eine für Samstag geplante Großdemonstration ab, die bereits am Donnerstag von der Polizei verboten worden war. Sie kündigten aber andere Aktionen an. Um das Demonstrationsverbot zu umgehen, riefen Aktivisten unter anderem zu religiösen Versammlungen auf: Viele Demonstranten hatten am Samstag Kreuze dabei und sangen "Halleluja".

August 25, 2019, Tseun Wan, Hong Kong, China: A peaceful march turned into a riot when pro democracy protesters set up blockades in the middle of Yueng Uk road, police fired tear gas, protesters threw rocks and petrol bombs, and the area saw an hour long standoff. Protesters later retreated into the back streets as the confrontation continued. Tseun Wan China PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAt128 20190825_zap_t128_044 Copyright: xAdryelxTalamantesx

Bild: imago images / ZUMA Press

Vor genau fünf Jahren hatte die chinesische Regierung entschieden, politische Reformen in Hongkong zu verbieten. Diese Entscheidung hatte 2014 die sogenannte Regenschirm-Bewegung ausgelöst. Bereits damals hatte der heute 22-jährige Wong an der Spitze der 79-tägigen Proteste gestanden.

Peking hatte der ehemaligen britischen Kronkolonie bei der Übernahme 1997 unter dem Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" für mindestens 50 Jahre Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit zugesichert. Nach Ansicht der Demonstranten wird diese Zusicherung von Peking schrittweise ausgehöhlt, wogegen sie nun protestieren. Auslöser für die Proteste war ein Auslieferungsgesetz, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah, inzwischen aber gestoppt wurde.

(as/afp)

Sommer, Sonne, Pride! So feiert Berlin den CSD 2018

#FridaysForFuture: Schüler erklären, warum sie demonstrieren

Meinung

Die Lektion aus Washington für Deutschland: Kein Fußbreit den Feinden der Demokratie

Der Angriff auf die amerikanische Demokratie am Mittwochabend ist erschütternd, aber nicht überraschend. Weil jeder es so kommen sehen konnte. Für Deutschland bedeutet das: Jeder Schritt in Richtung Tod der Demokratie ist einer zu viel.

Jeder hat die Gefahr sehen können. Jeder, der funktionierende Augen und Ohren hat und auch nur einen Funken Wissen über Politik.

2015 hat Donald Trump seine Kandidatur auf die Präsidentschaft der USA angekündigt – nachdem er vorher jahrelang die rassistische Verschwörungserzählung verbreitet hatte, Präsident Barack Obama sei nicht in den USA geboren. In seinem Wahlkampf hat er mexikanische Einwanderer als Drogendealer und Vergewaltiger beschimpft, er hat einen Reporter wegen seiner …

Artikel lesen
Link zum Artikel