International
HONG KONG PROTEST SYDNEY, Pro-democracy Hong Kong supporters hold placards during a demonstration in Sydney, Sunday, August 18, 2019. ( !ACHTUNG: NUR REDAKTIONELLE NUTZUNG, KEINE ARCHIVIERUNG UND KEINE BUCHNUTZUNG! SYDNEY NSW AUSTRALIA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xBIANCAxDExMARCHIx 20190818001413817068

Bild: www.imago-images.de

Trotz Drohungen: 1,7 Millionen Menschen demonstrieren in Hongkong gegen Peking

Trotz der Drohungen Chinas sind in Hongkong erneut hunderttausende Menschen gegen die pekingtreue Regierung auf die Straße gegangen.

Ausgestattet mit Schirmen trotzten die Demokratie-Aktivisten bei der zentralen Kundgebung im Victoria Park nicht nur dem Regen. Trotz eines Verbots der Polizei zogen viele anschließend weiter in Richtung des westlich gelegenen Admiralty-Viertels.

Der 28-jährige Demonstrant Danny Tam sagte:

"Es war ein langer Tag und wir sind müde, aber so viele Menschen im Regen für Hongkong marschieren zu sehen, gibt allen Kraft."

Wer hat demonstriert?

Die Protestgruppe CHRF hatte die Kundgebung als Rückkehr zu den "friedlichen" Anfängen der Proteste angekündigt. Die Organisation meidet Konfrontationen mit der Polizei und war die treibende Kraft hinter den Rekord-Kundgebungen im Juni und Juli mit mehreren hunderttausend Teilnehmern.

Die Aktivisten wollten mit der neuerlichen Großdemonstration am Sonntag deutlich machen, dass ihre Bewegung trotz zunehmender Gewalt und schärfer werdender Drohungen Pekings immer noch breite Unterstützung findet.

Die seit zehn Wochen andauernden Demonstrationen haben die chinesische Sonderverwaltungszone in eine schwere Krise gestürzt. Die Proteste haben sich zu einer Massenbewegung für Demokratie entwickelt. Immer häufiger gab es zuletzt Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten. Die Beamten gingen mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Menschen vor, die Demonstranten antworteten mit Steinen und Molotowcocktails.

HONG KONG PROTEST SYDNEY, Pro-democracy Hong Kong supporters hold placards during a demonstration in Sydney, Sunday, August 18, 2019. ( !ACHTUNG: NUR REDAKTIONELLE NUTZUNG, KEINE ARCHIVIERUNG UND KEINE BUCHNUTZUNG! SYDNEY NSW AUSTRALIA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xBIANCAxDExMARCHIx 20190818001413817085

Bild: www.imago-images.de

Kritik an der Polizei

"Die Polizei tut völlig inakzeptable Dinge", sagte der Demonstrant Yim. "Sie verletzen die Bürger, sie schützen uns nicht." Die Organisatoren hatten angekündigt, die Kundgebung werde "gewaltfrei" und "vernünftig" ablaufen. Dennoch trugen viele Teilnehmer in ihren Rucksäcken Laserpointer, Gasmasken, Schutzbrillen und Helme bei sich. "Wir haben unsere Ausrüstung dabei, aber wir hoffen, dass wir sie nicht benutzen müssen", sagte ein 30-jähriger Aktivist. Am späten Sonntagabend versammelten sich hunderte maskierte Demonstranten vor dem Regierungssitz.

Die Regierung lobte den "toleranten" Umgang der Polizei mit den "illegalen Taten" der Protestierenden. Sie appellierte an die Demonstranten, "ihre Ansichten auf friedliche und vernünftige Weise zum Ausdruck zu bringen".

Kleinere Protestmärsche in der Finanzmetropole am Samstag waren ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen. Am Wochenende gingen auch in anderen Ländern Menschen auf die Straße, um Hongkongs Demokratie-Bewegung zu unterstützen. In Paris demonstrierten jeweils rund 50 Kritiker und Anhänger der Hongkonger Regierung. In London und in den kanadischen Städten Toronto, Calgary und Vancouver beteiligten sich tausende Menschen an den Protesten.

EU forderte Gewaltverzicht

Die EU rief zu einem "breiten und integrativen Dialog" auf, um die "Lage in Hongkong zu entschärfen" und forderte einen Gewaltverzicht aller Beteiligten.

Der Demokratie-Aktivist Joshua Wong forderte Deutschland auf, die Demokratiebewegung zu unterstützen. Die Bundesregierung sollte diejenigen, "die Menschen in Hongkong unterdrücken wollen", die Einreise verweigern und deren Vermögen einfrieren, sagte er der "Welt am Sonntag".

Trotz der anhaltenden Proteste ist die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam bisher auf keine der Forderungen der Bewegung eingegangen. Lediglich das umstrittene Auslieferungsgesetz, das auch Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah und Auslöser der Krise war, wurde auf Eis gelegt. 

Die Aktivisten verlangen unter anderem eine Untersuchung der Polizeigewalt, die vollständige Rücknahme des Gesetzes und einen Straferlass für angeklagte Demonstranten. 

Die chinesische Regierung drohte den Demonstranten zuletzt immer unverhohlener. So brachte sie die Demonstranten mit "Terrorismus" in Verbindung und schickte Truppen an die Grenze. Inzwischen wächst die Angst vor einem chinesischen Militäreinsatz.

(ts/afp)

Natürlich sind die Aussagen von Clemens Tönnies rassistisch!

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Amthor führt bei Lanz alle hinters Licht – jetzt will er Teile des Rezo-Videos liefern

Link zum Artikel

Torwart-Zoff: Hoeneß hat mit einer Sache recht – doch er wird dem FC Bayern schaden

Link zum Artikel

Dagmar Michalsky wurde mit 58 schwanger – bei Lanz spricht sie von "neun Monaten Horror"

Link zum Artikel

Wolfgang Joop über Heidi Klums Ehe: "Hat sich mit jedem Mann verändert"

Link zum Artikel

Lena rappt über Sex mit sich selbst bei "Gemischtes Hack"

Link zum Artikel

Diese Szenen zeigen: Nicht mal die Experten sind von der Hartz-IV-Show "Zahltag" überzeugt

Link zum Artikel

Barça-Keeper vor Linie: Wieso der VAR bei größter BVB-Chance nicht eingriff

Link zum Artikel

"Steh auf" – Rammstein-Sänger verstört Fans mit Video

Link zum Artikel

Tiere: 11 Fotos, die zeigen, wie lustig es in der Natur manchmal zugeht

Link zum Artikel

Helene Fischer verdient an "Herzbeben" – Songwriterin verrät, was sie für den Hit bekam

Link zum Artikel

"Hart aber Fair": Altmaier warnt vor "Klimapolizei" – und wird von Aktivistin verspottet

Link zum Artikel

Nach Höcke: ZDF will auch künftig über das berichten, was "AfD nicht gerne im Fokus sieht"

Link zum Artikel

Hai pirscht sich an ahnunglosen Surfer heran: Dann kommt Hilfe – von oben!

Link zum Artikel

Brief ans Jobcenter: Hört auf, meine über 60-jährige Mutter in Jobs zu drängen

Link zum Artikel

Gottschalk über Helene Fischer und Florian Silbereisen: "Hatte immer schlechtes Gefühl"

Link zum Artikel

Bei Pressekonferenz nach BVB-Sieg: Favre merkt nicht, dass Mikro schon an ist

Link zum Artikel

Luke Mockridge macht Andrea Kiewel in seiner Show ein Angebot – die blockt ab

Link zum Artikel

Kontakt mit 2 Bundesliga-Stars – warum der FCB trotz allem keinen Lewandowski-Backup holte

Link zum Artikel

Luke Mockridge traf Kiwi kurz vor ZDF-Auftritt: Er täuschte beim "Fernsehgarten" alle

Link zum Artikel

Krankenschwester warnt bei Maischberger: "Wir laufen auf eine riesige Katastrophe zu"

Link zum Artikel

Luke Mockridge über die Folgen seines ZDF-Auftritts: "Meine Eltern erhielten Hassbriefe"

Link zum Artikel

Hartz-IV-Show "Zahltag": Wie die Sendung falsche Hoffnungen schürt

Link zum Artikel

Alleinerziehend mit Hartz IV: Achtjährige sammelt Flaschen, um Taschengeld zu bekommen

Link zum Artikel

"Zahltag": Buschkowsky erklärt, warum ein Geldkoffer Hartz-IV-Empfängern nicht hilft

Link zum Artikel

2 Handelfmeter? Darum gab es für die DFB-Elf gegen Nordirland keinen Videobeweis

Link zum Artikel

In Berlin gab es eine Notlandung mit mehreren Verletzten

Link zum Artikel

Helene Fischer und Thomas Seitel: Polizei spricht von Einsatz auf ihrem Anwesen

Link zum Artikel

7 Zitate, die zeigen, wie "bürgerlich" Alexander Gauland wirklich ist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DNote 18.08.2019 21:54
    Highlight Highlight Wieviel echtes Unbehagen und wieviel Aufmache ist weiss ich leider auch nicht. Aber kurz zu den Zahlen:
    Watson 1.7 Mio, Tagesanzeiger (CH) 1 Mio, SRF (CH) 100.000e, Japan Times 10.000e (siehe: Tens of thousands of protesters flood Hong Kong streets in 'peaceful' march). Einfach unglaubwürdig so!

Order, Order, Order! Britischer House-Speaker kündigt Rücktritt an

John Bercow ist der aktuelle Parlamentssprecher im britischen Unterhaus. Bei den kommenden Wahlen – heute Abend entscheidet sich, wann diese stattfinden werden – will Bercow aber nicht mehr antreten.

Der "Mr. Speaker" des Parlaments hatte sich im Zuge des Brexit-Streits immer wieder kritisch zu Wort gemeldet. Seine Moderationen der Parlamentsdebatten in Großbritannien sind legendär.

Kurz zuvor hatte die britische Königin Elisabeth II. das Gesetz über eine eventuelle Verschiebung des Ausstiegs …

Artikel lesen
Link zum Artikel