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Dr. Anthony Fauci, director of the National Institute of Allergy and Infectious Diseases, laughs while speaking in the James Brady Press Briefing Room at the White House, Thursday, Jan. 21, 2021, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)

"Irgendwie befreiend": Der 80-jährige Fauci bei seinem ersten Pressetermin unter der neuen Administration. Bild: ap / Alex Brandon

Corona-Experte Fauci ist froh: Er darf wieder offen über wissenschaftliche Fakten sprechen

Bei seinem ersten Briefing im Auftrag der neuen US-Regierung hat der führende Immunologe Anthony Fauci über sein schwieriges Verhältnis zum früheren Präsidenten Donald Trump gesprochen. Es sei für ihn "befreiend", nun ohne Sorge wegen möglicher negativer "Rückwirkungen" über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Corona-Pandemie sprechen zu können, sagte Fauci am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Der 80-jährige Wissenschaftler hatte mit seinen ungeschminkten Einschätzungen zu der Pandemie immer wieder den Unmut Trumps auf sich gezogen. Fauci, der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten ist, hatte früher Trumps Beraterstab angehört. Nun berät er Biden, der am Mittwoch sein Amt angetreten hatte.

"Irgendwie ein befreiendes Gefühl"

Fauci sagte, die neue Regierung wolle alle ihre Maßnahmen gegen die Pandemie auf die "Wissenschaft und Beweise" stützen. Von der vorherigen Regierung seien hingegen "unangenehme", weil nicht auf wissenschaftliche Fakten gestützte Botschaften verbreitet worden, wie etwa die Empfehlung des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin gegen die Corona-Infektion. Dass er nun "die Wissenschaft sprechen lassen" könne, sei "irgendwie ein befreiendes Gefühl", merkte der Virologe an.

Biden verspricht: keine "politische Einmischung" in die Wissenschaft

Biden stellte am Donnerstag im Weißen Haus einen rund 200 Seiten langen Aktionsplan im Kampf gegen das Coronavirus vor. Dabei machte er ebenfalls deutlich, dass Wissenschaftler unter seiner Regierung künftig keine "politische Einmischung" in ihre Arbeit zu befürchten hätten.

Gleichzeitig kündigte der Präsident an, dass Reisende nach ihrer Ankunft in den USA künftig in Quarantäne müssen. "Jeder, der aus einem anderen Land in die USA fliegt, wird sich testen lassen müssen, bevor er das Flugzeug besteigt, (...) und sich in Quarantäne begeben müssen, wenn er in den USA ankommt", sagte er.

President Joe Biden holds a booklet as he speaks about the coronavirus in the State Dinning Room of the White House, Thursday, Jan. 21, 2021, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)

Eine der ersten Amtshandlungen von US-Präsident Joe Biden: Die Vorstellung der Corona-Strategie. Bild: ap / Alex Brandon

Nähere Angaben machte Biden zunächst nicht. In einem von ihm unterzeichneten Dekret heißt es, von Reisenden aus dem Ausland solle verlangt werden, die Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde CDC zu internationalen Reisen einzuhalten, einschließlich "Selbst-Quarantäne oder Selbst-Isolierung".

Die CDC hatte bereits vergangene Woche angekündigt, dass vor Flugreisen in die USA künftig ein negativer Corona-Test verlangt wird. Die Maßnahme tritt demnach am 26. Januar in Kraft. Zugleich empfahl die Behörde, in den sieben Tagen nach Einreise zu Hause zu bleiben – es handelte sich aber lediglich um eine Empfehlung.

(andi/afp)

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