International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Nach Mord an Journalistin in Bulgarien: Verdächtiger in Deutschland gefasst

10.10.18, 08:58

Nach dem Mord an der bulgarischen TV-Moderatorin Wiktorija Marinowa ist nach Angaben der bulgarischen Regierung ein Tatverdächtiger in Deutschland gefasst worden. Es handele sich um einen 21-jährigen Mann aus der bulgarischen Stadt Russe, der polizeibekannt sei, sagte der bulgarische Innenminister Mladen Marinow am Mittwoch in Sofia. Wo in Deutschland der Mann gefasst wurde, sagte der Minister nicht.

Die Leiche der Moderatorin war am Samstag in einem Park am Donauufer in Russe entdeckt worden. Marinowa war dort joggen gegangen. Der Verdächtige sei über die Donaubrücke von Russe nach Rumänien geflüchtet, sagte Generalstaatsanwalt Sotir Zazarow. Es könne nicht behauptet werden, dass der Mord an Marinowa mit ihrem Beruf in Verbindung stehe.

This undated image made from video provided by TV Ruse shows journalist Viktoria Marinova in Bulgaria. Bulgarian police are investigating the rape, beating and slaying of a female television reporter whose body was dumped near the Danube River after she reported on the possible misuse of European Union funds in Bulgaria. Authorities discovered the body of 30-year-old Viktoria Marinova on Saturday, Oct. 6, 2018 in the northern town of Ruse near the Romanian border. One Bulgarian media site demanded an EU investigation, fearing that Bulgarian officials were complicit in the corruption. (TV Ruse via AP)

Wiktorija Marinowa Bild: TV Ruse

Woran arbeitete Wiktorija Marinowa?

Marinowa hatte in der letzten Ausgabe ihrer neuen Sendung "Detektor" einen Investigativjournalisten aus Rumänien und einen aus Bulgarien zu Gast. Die beiden recherchieren über einen angeblichen Betrug mit EU-Fördergeldern in Bulgarien. Das EU-Betrugsbekämpfungsamt Olaf wertet derzeit die Informationen aus Bulgarien aus.

Tatverdächtiger offenbar ein "polizeibekannter Verbrecher"

Zunächst hatte die bulgarische Zeitung "168 Tschassa" am Dienstagabend über die Festnahme berichtet. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich dem Medienbericht zufolge um einen polizeibekannten Verbrecher, der die Moderatorin des Kabelsenders TVN nicht gekannt habe. Er sei zwischen 28 und 30 Jahre alt und laut Angaben der Grenzpolizei schon am Sonntag nach Deutschland geflüchtet, wo seine Mutter leben soll. In seiner Wohnung sei Marinowas Handy gefunden worden, berichtete der private Fernsehsender bTV unter Berufung auf eigene Quellen.

(fh/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

"Ich habe kein Kind bekommen, um es abzugeben" – Jana bezieht bewusst Hartz IV 

US-Studenten feiern Party – plötzlich bricht der Fußboden ein

Polizeistreifen auf der Straße melden – das steckt hinter dieser "Cop Map"-Aktion

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Ölt eure Sprint-Tasten – Usain Bolt könnte bald in FIFA 19 dabei sein

Diesen Ausblick kannst du dir in den kommenden Wochen abschminken 😥

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hausdurchsuchungen bei AfD-Jugend und AfD-Landtagskandidat in Bayern

Die bayerische Polizei hat am Freitagmorgen die Wohnungen von sechs Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" in Bayreuth, Augsburg, Amberg und im Landkreis München durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft München auf Anfrage von watson mitteilte. Den sechs AfD-Mitgliedern wird Sachbeschädigung vorgeworfen, einer von ihnen ist der AfD-Landtagskandidat Rafael Hauptmann.

Die "Junge Alternative" hatte am 7. Oktober eine Wahlkampfaktion vor der Zentrale der CSU in München …

Artikel lesen