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Trumps Anwalt hat heimlich Gespräch über Zahlungen an Ex-Playmate aufgenommen

Der Ex-Anwalt von Donald Trump soll heimlich ein Gespräch mit dem US-Präsidenten über eine Schweigegeldzahlung an ein früheres Playboy-Model aufgezeichnet haben. Der Hintergrund soll eine Affäre zwischen Trump und dem Model gewesen sein.

Wie die "New York Times" am Freitag berichtete, hat das FBI den Mitschnitt bei einer Durchsuchung des Büros von Trumps früherem Anwalt Michael Cohen sichergestellt.

In diesem Fall geht es um eine angebliche Affäre Trumps mit dem Playmate des Jahres 1998, Karen McDougal, während seiner Ehe mit Melania Trump. Die Angelegenheit aus dem Jahr 2006 erinnert an mögliche Schweigegeldzahlungen wegen der angeblichen Affäre Trumps mit der US-Pornodarstellerin Stormy Daniels.

Trumps Anwalt Rudolph Giuliani bestätigte laut "New York Times" am Freitag, dass Trump mit Cohen über Zahlungen gesprochen habe – aber letztendlich sei kein Geld geflossen. Der Mitschnitt sei keine zwei Minuten lang und zeige, dass der Präsident nichts Verbotenes getan habe. Trump habe Cohen bloß gesagt, dass er besser einen Scheck ausstellen solle als Bargeld zu senden – falls es zu einer Zahlung kommen sollte.

Cohen als mögliche Gefahr

Cohen hatte zugegeben, Stephanie Clifford – wie Stormy Daniels bürgerlich heißt – kurz vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 aus eigener Tasche 130.000 Dollar gezahlt zu haben. Er erklärte, die Trump Organisation und Trumps Wahlkampflager seien weder direkt noch indirekt an der Zahlung beteiligt gewesen und hätten ihn auch nicht dafür entschädigt. Nach Cliffords Darstellung handelte es sich um Schweigegeld.

Karen McDougal und Donald Trump

Karen McDougal und Donald Trump Bild: AP

Cohen räumte später allerdings ein, Trump habe ihn doch für die Zahlung an Clifford entschädigt. Trump selber erklärte daraufhin im Mai, bei der Rückzahlung des Geldes an Cohen habe es sich um eine monatliche Abschlagszahlung für den Anwalt gehandelt. Mit diesem Geld sei er in ein Stillhalteabkommen mit der Pornodarstellerin eingetreten.

"Das Abkommen wurde dazu genutzt, falsche und erpresserischere Aussagen von ihr über eine Affäre zu stoppen, obwohl sie bereits ein detailliertes Schreiben unterzeichnet hat, in dem sie zugibt, dass es keinen Affäre gab. Geld aus dem Wahlkampf oder Wahlspenden haben dabei keine Rolle gespielt."

Donald Trump auf Twitter

Das Justizministerium untersucht derzeit Cohens Beteiligung an Schweigegeldzahlungen, um peinliche Berichte über den damaligen Kandidaten Trump vor der Präsidentenwahl 2016 zu verhindern. Dabei geht es vor allem darum, ob Geld aus Trumps Wahlkampfkasse zweckentfremdet wurde.

Das FBI hatte am 9. April das Büro, die Wohnung und ein Hotelzimmer Cohens durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Ermittler E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittenen Zahlungen.

(czn/afp)

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