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Der Iran antwortet Trump ebenfalls in Großbuchstaben – 5 Hintergründe

Trump kündigt beispiellose Konsequenzen an, sollte der Iran den USA weiter drohen. Der Konflikt scheint zu eskalieren. Doch worum streiten sie sich eigentlich? Fünf Fragen, fünf Antworten.

23.07.18, 20:05 23.07.18, 22:01

Johannes Bebermeier

Es waren deftige Großbuchstaben: "Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen zu spüren bekommen, die nur wenige in der Geschichte jemals zu spüren bekommen haben." Das schrieb US-Präsident Donald Trump am Sonntag an die Adresse des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani. Was ist da los?

Aber dabei blieb es nicht. Am Montagabend meldete sich auch Irans Außenminister und antworte mit einer Mischung aus Gleichgültigkeit gegenüber Trump und Drohung als Antwort. Am Schluss steht da in Großbuchsteben "Vorsicht!"

Javad Zarif schrieb:

Warum attackiert Trump jetzt den Iran?

Anlass für Trumps Drohungen waren Aussagen des iranischen Staatschefs Hassan Ruhani. Der hatte den USA mit der „Mutter aller Schlachten“ gedroht im Gegensatz zur "Mutter aller Frieden", nämlich dem mit dem Iran.

Ruhani sagte:

"Mister Trump, spielen Sie nicht mit dem Schwanz des Löwen. Dies würde nur zu Bedauern führen."

US-Präsident Trump selbst schlägt schon länger einen deutlich härteren Kurs gegenüber dem Iran ein als sein Vorgänger Barack Obama. Im Mai hatte Trump den Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran erklärt. Das Abkommen soll den Iran am Bau von Atombomben hindern.

Dass der US-Präsident den Iran gerade jetzt so hart angeht, könnte außerdem mit innenpolitischem Druck zu tun haben. Dem ist der Präsident ausgesetzt, seit er in der vergangenen Woche mit Wladimir Putin zusammenkommen ist.

Trump wurde danach sogar von seinen Anhängern schwer kritisiert:

Die Aussagen des US-präsidenten sowie Drohgebärden seinen leitenden Sicherheitsberaters John R. Bolton machen den Eindruck, von dieser Debatte abzulenken.

Womit drohen USA und Iran sich gegenseitig?

Die USA haben mit dem Ausstieg aus dem Atomabkommen zugleich angekündigt, die Sanktionen im Finanz- und Energiesektor gegen den Iran wieder in Kraft zu setzen. Unter anderem will man den Ölexport des Landes „auf Null reduzieren“. Ländern, die Öl aus dem Iran kaufen, sollen deshalb bald Sanktionen drohen.

Das würde den Iran, dessen Wirtschaft stark vom Erdölexport abhängt, hart treffen. Der Iran droht im Gegenzug damit, für diesen Fall dafür zu sorgen, dass auch die anderen Länder in der Region nicht mehr wie gewohnt Erdöl exportieren können – indem man die Straße von Hormus schließt.

Was ist die Straße von Hormus?

Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet.

Wie wichtig ist die Straße von Hormus?

Ziemlich wichtig. Es ist die Meerenge, durch die der meiste Handel mit Erdöl abgewickelt wird. Rund 30 Prozent allen Rohöls, das auf dem Seeweg gehandelt wird, muss die Meerenge passieren, wie US-Zahlen aus 2016 besagen. 18,5 Millionen Barrel werden jeden Tag durch die Straße von Hormus verschifft. Ein Rekordstand. Auch eine zeitweise Sperrung einer solchen Meerenge würde einer Analyse der Statistikbehörde des US-Energieministeriums zu „substanziellen Verzögerungen von Lieferungen und höheren Transportkosten“ und damit zu „höheren Energiepreisen auf dem Weltmarkt“ führen.

Ist es realistisch, dass der Iran die Meerenge sperrt?

Technisch möglich ist es aus Sicht von Experten definitiv. Der Iran grenzt direkt an die Meerenge und könnte sie im Zweifel militärisch sperren, etwa mit Marineeinheiten oder Mittelstreckenraketen. Er würde damit aber Konflikte mit seinen Nachbarn provozieren, die ihre Ölexporte nicht mehr wie gewohnt abwickeln könnten. Und der Iran würde natürlich den Konflikt mit den USA massiv eskalieren.

Dieser Text erschien zuerst bei T-Online.de

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