International

Ivanka Trump versucht mit May und Macron zu smalltalken, doch das geht nach hinten los

Am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka befinden sich der französische Präsident Emmanuel Macron, der kanadische Premier Justin Trudeau, IWF-Chefin Christine Lagarde und die britische Premierministerin Theresa May am Samstag gerade in einer angeregten Diskussion.

Dann kommt Ivanka Trump, die Tochter von US-Präsident Donald Trump, hinzu und will – naja – mitreden.

Doch das funktioniert nicht so ganz, wie die – zum Teil leicht irritierten – Reaktionen der vier Gesprächsteilnehmer zeigen. Dass sich diese eher peinliche Szene nun alle Welt anschauen kann, hat Ivanka Trump dem Élysée-Palast zu verdanken. Denn dieser veröffentlichte den Videobeweis kurzerhand in seiner Instastory.

Und von dort aus verbreitete sich das Kurzvideo munter weiter. Alleine der Tweet, den der BBC-Journalist Parham Ghobadi veröffentlicht hat, wurde inzwischen knapp 8 Millionen mal angeschaut, über 14.000 Mal retweetet und über 12.000 Mal kommentiert.

Und was war sonst beim G20-Gipfel los?

Mit einem Minimalkompromiss beim Klimaschutz haben die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen in letzter Minute ein Scheitern des G20-Gipfels abgewendet.

Die USA akzeptierten am Samstag kurz vor Ende des Spitzentreffens, dass die übrigen G20-Staaten ihr Festhalten an weitreichenden Klimaschutzzielen in dem Text bekräftigen. Im Gegenzug mussten die anderen Staaten hinnehmen, dass sich die USA in der Erklärung trotz ihres Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen als "Führungsnation" bei der Reduzierung von CO2-Emissionen darstellen können. Das zweite Jahr in Folge gab es auch kein Bekenntnis mehr gegen "Protektionismus" oder "unfaire Handelspraktiken" wie noch 2017 in Hamburg. Jetzt heißt es nur noch, man wolle die "Märkte offenhalten". Eine Würdigung des "multilateralen Handelssystems" wie im Vorjahr in Buenos Aires fehlt auch.
Der eigentliche Gipfel wurde diesmal durch die zahlreichen Einzelgespräche in den Schatten gestellt. Die USA und China einigten sich auf einen "Waffenstillstand" in ihrem Handelskrieg und die Wiederaufnahme von Verhandlungen. "Wir sind wieder auf dem richtigen Weg", sagte US-Präsident Donald Trump nach einem 80-minütigen Gespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Trump sicherte zu, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle vorläufig auszusetzen, was eine Vorbedingung Chinas war.
Auch hob der US-Präsident die Blockade gegen den chinesischen Telekomriesen Huawei zunächst wieder auf: "Ich habe zugestimmt, dass der Verkauf von Produkten weiter erlaubt wird."

(viw/pb/dpa)

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