Trump verwirrt mit "Game of Thrones"-Poster in Kabinettssitzung

"Sanctions are coming – November 4."

Die Trump'sche Antwort auf "Winter is coming": Wenn der Winter kommt, heißt das bei "Game of Thrones" selten etwas Gutes.

Klingt nach "Game of Thrones", ist aber eine Art politisches Meme im Posterformat, das Donald Trump am Mittwoch bei der Kabinettssitzung im Weißen Haus vor sich auf dem Tisch liegen hatte. 

Dieses Bild kursiert gerade im Internet:

Trump sprach in der Sitzung über die zum Teil lahm liegenden Regierungsgeschäfte, seine Mauerpläne für Mexiko, Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und Börsenschwankungen. Doch es waren kaum jene aktuellen politschen Themen, sondern dieses provokante Poster, das im Nachhinein in den sozialen Netzwerken für Aufsehen sorgte. (usatoday.com)

Hier das Poster nochmal aus einer anderen Perspektive:

Das Bild ist nicht neu, Donald Trump twitterte es schon einmal am 2. November vergangenen Jahres in einem anderen Kontext, um die Wiederauferlegung der Iran-Sanktionen zu bewerben. Damals war aber vom 5. November die Rede. 

HBO, die Macher von "Game of Thrones", reagierten damals übrigens wenig begeistert und sprachen von Marken-Missbrauch:

Dothrakisch ist eine konstruierte Sprache aus der Fantasy-Romanreihe "Das Lied von Eis und Feuer", die Vorlage von "Game of Thrones"...

Die Serien-Macher wiesen in einem Statement damals darauf hin, dass sie nicht wollen, dass "GoT" politisch instrumentalisiert werde. 

Trump beeindruckte das offenbar wenig. Das digitale Poster hat er nun also auch ausgedruckt und in der Kabinettssitzung ausgebreitet.

Warum er das tat? Völlig ungewiss. Laut US-Medien nahm er während der Sitzung keinen Bezug auf das Plakat. Und Sanktionen, die am 4. November 2019 in Kraft treten könnten,  gibt es eigentlich auch keine. Und warum nun plötzlich der 4. statt 5. November? Verwirrend.

Vielleicht wollte Trump einfach nur die "Game of Thrones"-Macher ärgern...

(as)

Trumps Twitter-Tiraden: So begann @realdonaldtrump

Video: watson/Max Biederbeck, Lia Haubner

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quelle: pa wire / kirsty o'connor
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