International

Trump macht Rückzieher: Zehn Prozent der US-Soldaten bleiben in Syrien

Die US-Regierung schwächt ihre Aussagen zum Truppenabzug in Syrien ab. Auch nach dem US-Truppenabzug aus Syrien sollen rund 200 US-Soldaten in dem Bürgerkriegsland verbleiben.

Eine kleine Gruppe von "etwa 200" Soldaten solle zur Friedenssicherung für eine gewisse Zeit in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Donnerstag (Ortszeit).

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember zunächst einen vollständigen Abzug der rund 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten angekündigt und damit Entsetzen bei Verbündeten wie auch teilweise im eigenen politischen Lager ausgelöst.

Trump hatte den Schritt damals damit begründet, dass der Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) gewonnen sei.

Seither relativierte der US-Präsident seine Ankündigung zu dem Truppenabzug aus Syrien allerdings immer wieder stark. Verbündete Staaten wie auch Vertreter von Trumps Republikanern halten einen vollständigen Abzug für verfrüht.

Die USA unterstützen in Nord-Syrien die kurdische YPG-Miliz im Kampf gegen den "IS".Die Kurden befürchten nach einem US-Abzug eine Offensive der Türkei auf syrischem Gebiet. Die Türkei sieht die YPG dagegen als Terrororganisation an und hat angekündigt, sie zu zerschlagen.

Zuvor hatten am Donnerstag Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan miteinander telefoniert und über die Lage in Syrien gesprochen. Die beiden Staatsoberhäupter hätten sich darauf verständigt, weiter an der Einrichtung einer Sicherheitszone in Nord-Syrien zu arbeiten, teilte das US-Präsidialamt weiter mit. Beide Länder arbeiten seit längerer Zeit daran, eine solche Zone im Norden Syriens zu schaffen.

Dies würde auf Kosten der mit der Türkei verfeindeten Kurden gehen. Die USA sehen sich dagegen den Kurden moralisch verpflichtet, die einen großen Teil zum militärischen Bezwingen des Terrornetzwerkes IS beigetragen haben. Die Gespräche sollen am Freitag auf Ebene der Verteidigungsministerien und der Streitkräfte fortgesetzt werden.

(afp/reu/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

5 Lügen, die Donald Trump in 20-Minuten-Rede erzählte

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einer Rede im Bundesstaat Florida als Umweltschützer inszeniert.

Trump unterschrieb bei einer offiziellen Veranstaltung des Weißen Hauses ein zehnjähriges Moratorium: Damit soll die Öl- und Gasförderung vor den Küsten der Staaten Florida, Georgia und South Carolina für diesen Zeitraum verhindert werden.

Die New York Times bezeichnet Trumps Plan als widersprüchlich: Seine Regierung hatte zuvor selbst vorgeschlagen, den Förderungsstopp zu beenden. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel