DAMASCUS, SYRIA - JANUARY 7, 2020: Syria s President Bashar al-Assad during a meeting with Russia s President Vladimir Putin at a command post for the Russian Armed Forces in Syria. Alexei Nikolsky/Russian Presidential Press and Information Office/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS0C9A78

Bild: imago images / Alexei Nikolsky

Trump verrät: Er wollte Syriens Machthaber Assad "ausschalten"

US-Präsident Donald Trump hat erstmals bestätigt, dass er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad schon 2017 töten lassen wollte. Lediglich sein damaliger Verteidigungsminister James Mattis habe sich diesem Vorhaben widersetzt, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) dem Sender Fox News. "Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet. Ich hatte ihn schon so weit", sagte Trump. "Aber Mattis wollte es nicht tun." Im gleichen Atemzug bewertete er Mattis in der Sendung "Fox & Friends" als "höchst überbewerteten General".

Mit diesem Bekenntnis widerlegte Trump eigene Aussagen zu Attentatsplänen gegen Assad aus dem Jahr 2019. Damals hatte Trump einer Passage aus einem Buch eines Reporters der "Washington Post" über mögliche Anschlagspläne gegen den syrischen Machthaber energisch widersprochen. Ein Anschlag sei "nicht einmal besprochen worden", sagte der US-Präsident damals.

Er bedaure nicht, dass es nicht zu einem Angriff auf Assad gekommen sei, sagte Trump weiter in seinem Gespräch mit Fox. Er hätte aber "damit leben können", fügte er hinzu. "Ich habe ihn sicherlich nicht als guten Menschen betrachtet, aber ich hätte ihn ausschalten können, wenn ich gewollt hätte, aber Mattis war dagegen." Mattis sei "gegen das meiste von dem Zeug" gewesen.

Trump erinnerte daran, dass nach dem Rücktritt Mattis' 2018 zwei führende Extremisten bei US-Angriffen getötet wurden. Der Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, starb 2019, in diesem Jahr wurde der iranische General Ghassem Soleimani getötet. "Ich habe Soleimani ausgeschaltet, habe al-Bagdadi ausgeschaltet", sagte Trump. "Das waren zwei der größten Terroristen."

(hau/dpa)

Analyse

"Ich werde weiterhin an eurer Seite kämpfen": Was Trumps Rede für seine Partei und die USA bedeutet

Lange wurde spekuliert. Nachdem es zuletzt häufiger geheißen hatte, Donald Trump würde eine eigene Partei gründen, stellte er nun klar: Der frühere US-Präsident wird bei den Republikanern bleiben. Auch eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2024 lässt er sich weiterhin offen.

"Wir gründen keine neue Partei. Wir haben die Republikanische Partei. Wir werden uns vereinen und stärker sein als je zuvor", sagte Trump beim Treffen der "American Conservative Union" in Orlando in Florida. Für …

Artikel lesen
Link zum Artikel