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President Donald Trump speaks at a campaign rally at Williams Arena in Greenville, N.C., Wednesday, July 17, 2019. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Trump am Mittwoch in Greenville im US-Bundesstaat North Carolina. Bild: Carolyn Kaster/AP

"Schickt sie zurück!": Trump lässt seine Fans gegen Demokratin hetzen

Es sind geradezu unheimliche Szenen, die sich am Mittwoch in North Carolina abgespielt haben. US-Präsident Donald Trump nutzte dort eine Wahlkampfveranstaltung, um seine Beleidigungen und Attacken gegen die Demokratin Ilhan Omar und drei ihrer Parteikolleginnen zu erneuern.

Trump griff die Frauen persönlich an – und das Publikum reagierte aggressiv:

Der Hintergrund von Trumps rassistischen Attacken

Trump hatte die vier Frauen in den vergangenen Tagen mehrfach aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen, wenn es ihnen in den USA nicht gefalle. Die Demokraten warfen ihm daraufhin Rassismus vor.

Die drei der vier Politikerinnen sind US-Staatsbürgerinnen mit Migrationshintergrund: Rashida Tlaib ist Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Ayanna Pressley ist Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Omar kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert. Alexandria Ocasio-Cortez ist puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York. Puerto-Rico gehört als Außengebiet zu den USA.

Das sagte Trump über die US-Demokratinnen

Trump erklärte bei seinem Auftritt am Mittwoch, die vier Frauen würden beim Aufstieg einer militanten Linken helfen und die USA nicht lieben. Sie hätten nie etwas Gutes zu sagen, deswegen könnten sie gehen.

Der Präsident nahm sich in der Rede jede der Frauen einzeln vor und attackierte dabei Omar ganz besonders. Der Präsident warf der 37-jährigen Muslimin vor, sich mehrfach antisemitisch geäußert zu haben. Das Publikum skandierte daraufhin: "Schickt sie zurück!".

In den USA sorgten die Szenen für scharfe Kritik – und auch die beschimpfte Omar äußerte sich deutlich

Die Szene von Trumps Wahlkampfveranstaltung löste bei vielen Entsetzen aus. Das American Jewish Committee (AJC) schrieb auf Twitter: "Dieser entsetzliche Sprechchor macht Amerika nicht großartig. Er erinnert uns vielmehr auf unheimliche Weise an eine dunkle Zeit in der Geschichte unserer Nation." Die demokratische Senatorin und Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris erklärte, der Vorfall sei bösartig, feige, fremdenfeindlich, rassistisch und ziehe das Präsidentenamt in den Schmutz.

Omar selbst wählte als Replik auf Twitter eine klare Botschaft: "Ich bin da, wo ich hingehöre, im Haus des Volkes, und ihr werdet damit einfach klarkommen müssen" – wobei das englische "you" offen lässt, ob sie ihre Worte an die Menschenmenge in Greenville, den Präsidenten oder alle Amerikaner richtet.

Anmerkung: Zunächst hatten wir berichtet, auch Ocasio-Cortez habe einen Migrationshintergrund. Die Politikerin ist puerto-ricanischer Abstammung und damit US-Bürgerin. Wir haben die Stelle korrigiert.

(pb/dpa)

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