Sommerzeit: Politik lässt sich mit der Zeitumstellung Zeit – bis mindestens 2021

Die Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst wird einem Medienbericht zufolge noch nicht vor den Europawahlen im kommenden Jahr abgeschafft, sondern frühestens 2021. Die EU-Staaten wollten mehr Vorlaufzeit, meldeten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag.

Soll der Wechsel von Sommer- und Winterzeit enden?

Die Verkehrsminister der EU-Staaten treffen demnach bei ihrer Tagung am kommenden Montag noch keine Entscheidung, sondern nehmen nur einen Bericht des österreichischen Ratsvorsitzes zur Kenntnis.

Schon Ende Oktober hatte Österreichs Verkehrsminister Norbert Hofer erklärt, der Großteil der EU-Länder habe beim Zeitplan für die Abschaffung Bedenken. Für eine Änderung ab 2021 gebe es hingegen breitere Zustimmung.

Die EU-Kommission hatte nach einer Internet-Befragung vorgeschlagen, schon von kommendem Jahr an nicht mehr an der Uhr zu drehen. Die Staaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Die Brüsseler Behörde hatte den Vorschlag eingebracht, nachdem sich in einer Online-Befragung mehr als 80 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung ausgesprochen hatten. Von 4.6 Millionen Antworten kamen etwa 3 Millionen aus Deutschland.

EU-Staaten und Europaparlament müssten mehrheitlich zustimmen, damit die Vorschläge der EU-Kommission umgesetzt werden könnten.

Allerdings hatte es Bedenken gegen einen schnellen Wechsel gegeben. So wollten die eng verflochtenen Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg) zunächst unterschiedliche Zeitzonen einführen. Auch Irland und Großbritannien rätselten über die richtige Zeit. Kritiker warnten deshalb vor einem riesigen Zeit-Fleckenteppich in der Europäischen Union 

Nicht alle sind über die neue Zeitrechnung glücklich

(pbl/dpa)

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