International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Italien will offenbar auch keine Migranten der EU-Mission Sophia aufnehmen

Italien will auch geretteten Migranten an Bord von Schiffen der EU-Marinemission Sophia künftig die Aufnahme verweigern. Das habe der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vor drei Tagen mitgeteilt, berichtete die "Welt" (Freitag) unter Berufung auf ein Schreiben, das der Zeitung vorliege. Zuletzt waren vor allem die Flüchtlingsrettungsschiffe von Nichtregierungsorganisationen abgewiesen worden.

Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit hätten die zuständigen Botschafter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee (PSK) bereits am Mittwoch über alternative Lösungen zur Verteilung der geretteten Migranten beraten. Ein Konsens sei dabei nicht gefunden worden. Die Beratungen sollen an diesem Freitag fortgesetzt werden, wie es heißt.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte bereits am Samstag in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk eine Revision der Mission Sophia gefordert, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Auch Innenminister Matteo Salvini, der Chef der rechten Lega, fordert, dass nicht mehr alle Schiffe von EU-Missionen wie Themis oder Eunavfor Med Sophia, an der auch Deutschland beteiligt ist, automatisch in Italien einlaufen.

(sg/dpa)

Das könnte dich interessieren:

Ein abgeschobener Flüchtling hat Suizid begangen – warum Seehofer deshalb kritisiert wird

Link zum Artikel

"Geschlossene Transitzentren verstoßen gegen Schengen", sagt Pro Asyl

Link zum Artikel

"Realitätsfern" – Das sagt eine geflüchtete Sozialmanagerin zur Debatte um Asylpolitik

Link zum Artikel

Können alle kommen? Und 6 weitere Fragen zu Seehofers Masterplan

Link zum Artikel

Flüchtlingsboot sinkt vor Libyen – 100 Menschen werden vermisst

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Computer-Polizisten sollen per Lügendetektor die EU-Grenzen schützen – es hagelt Kritik

Wenn es um die Sicherung der EU-Außengrenzen geht, dann setzt Europa gerne auf HighTech.

Die Grenz-Agentur Frontex forscht etwa an neuen Sicherheitszäunen, sie verbessert ihre Auswertung biometrischer Daten und teilt Informationen über ein eigenes Behörden-Netzwerk. Sie will per Satelliten und Algorithmen erfassen, wo sich Gruppen von Flüchtenden gerade befinden, und welche Fluchtwege sie als Nächstes nehmen. Schon 2014 bestätigte das eine Untersuchung der NGO "Statewatch".

Die Beträge wachsen …

Artikel lesen
Link zum Artikel