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Die EU diskutiert das Ende der Zeitumstellung – die Folgen könnten ziemlich krass werden

Die EU-Verkehrsminister beraten über ein mögliches Ende der Zeitumstellung in Europa. Es gebe noch eine ganze Reihe von Problemen zu lösen, hieß es vor dem Treffen der Ressortchefs am Montag in Brüssel aus informierten Kreisen.

Vor allem gehe es darum, wie ein Flickenteppich mit vielen unterschiedlichen Zeitzonen in Europa vermieden werden könne. Eine Einigung bei der Zusammenkunft, zu der auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erwartet wird, schien unwahrscheinlich.

Schon jetzt gibt es drei Zeitzonen in der EU:

Es drohen ungeahnte Probleme

In den EU-Staaten werden seit 1996 am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, schon ab kommendem Jahr nicht mehr an der Uhr zu drehen. Die Staaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen.

Etlichen Staaten ist der Zeitplan jedoch zu ambitioniert. Einige haben auch grundsätzlichere Bedenken. Österreich, das derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne hat, legte zuletzt einen Kompromissentwurf vor, wonach die Zeitumstellung erst ab 2021 abgeschafft werden könnte.

Sollte die Zeitumstellung einheitlich abgeschafft werden, so dass die bisherigen Zeitzonen erhalten bleiben, könnte dies etwa an den westlichen und östlichen Grenzen der EU zu unkomfortablen Situationen führen. In Teilen Polens etwa würde die Sonne bei dauerhafter Winterzeit im Sommer bereits gegen drei Uhr morgens aufgehen. Bei immerwährender Sommerzeit wäre dies im Winter im Westen Spaniens jedoch erst gegen zehn Uhr vormittags der Fall.

Die EU-Kommission hatte den Vorschlag lanciert, nachdem sich in einer Online-Umfrage mehr als 80 Prozent der Teilnehmer für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen hatten. Von 4.6 Millionen Antworten kamen dabei rund 3 Millionen aus Deutschland.

(pb/dpa)

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