International
Scotland's First Minister Nicola Sturgeon gestures as she delivers a speech, on Brexit day, in Edinburgh, Scotland, Britain January 31, 2020. REUTERS/Russell Cheyne

Regierungschefin Nicola Sturgeon will, dass Schottland Teil der EU wird. Bild: reuters / RUSSELL CHEYNE

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon will zügigen EU-Beitritt

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hält weiter an ihren Plänen zum Beitritt Schottlands zur EU fest. Nach dem von ihr angestrebten Unabhängigkeitsreferendum werde sie ihre Nation zügig in die Europäische Union führen, sagte Sturgeon im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" und anderen europäischen Medien. "Mehr als die Hälfte der Schotten will laut jüngsten Umfragen die Unabhängigkeit. Ich bin zuversichtlich, dass die Schotten beim nächsten Referendum Ja sagen werden."

Ein unabhängiges Schottland werde dann unmittelbar einen Antrag zur EU-Mitgliedschaft stellen. Ihrer Ansicht nach sei Schottland "ein einmaliger Fall für einen schnellen Beitritt zur EU".

Sturgeon schreckt auch vor einem gerichtlichen Weg nicht zurück

Schottlands Beitritt sei "keine Erweiterung". Als Teil des Vereinigten Königreichs sei Schottland schließlich über 40 Jahre Mitglied gewesen. "Schottland kommt nach Hause, das ist kein neuer Anfang."

Schottland braucht für das Referendum die Zustimmung Londons. Lasse Premier Boris Johnson ein Referendum nicht zu, schließe sie den gerichtlichen Weg nicht aus, so Sturgeon. "Verweigert London die Zustimmung, müssen wir sehen, ob das schottische Parlament die nötigen Gesetze erlassen kann. Diese Frage hat sich noch nicht vor Gericht gestellt, aber ich schließe das nicht aus. Wir können nicht zulassen, dass die britische Regierung die Demokratie blockiert."

"Schottland kommt nach Hause, das ist kein neuer Anfang."

Nicola Sturgeon über den EU-Beitritt Schottlands

(lfr/dpa)

Meinung

Die Lektion aus Washington für Deutschland: Kein Fußbreit den Feinden der Demokratie

Der Angriff auf die amerikanische Demokratie am Mittwochabend ist erschütternd, aber nicht überraschend. Weil jeder es so kommen sehen konnte. Für Deutschland bedeutet das: Jeder Schritt in Richtung Tod der Demokratie ist einer zu viel.

Jeder hat die Gefahr sehen können. Jeder, der funktionierende Augen und Ohren hat und auch nur einen Funken Wissen über Politik.

2015 hat Donald Trump seine Kandidatur auf die Präsidentschaft der USA angekündigt – nachdem er vorher jahrelang die rassistische Verschwörungserzählung verbreitet hatte, Präsident Barack Obama sei nicht in den USA geboren. In seinem Wahlkampf hat er mexikanische Einwanderer als Drogendealer und Vergewaltiger beschimpft, er hat einen Reporter wegen seiner …

Artikel lesen
Link zum Artikel