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Bindu Ammini, 42, and Kanaka Durga, 44, are escorted by police after they attempted to enter the Sabarimala temple in Pathanamthitta district in the southern state of Kerala, India, December 24, 2018. Picture taken December 24, 2018. REUTERS/Stringer     TPX IMAGES OF THE DAY

Die beiden Frauen Bindu Ammini and Kanaka Durga am 24. Dezember 2018: Nach einem ersten gescheiterten Versuch waren sie nun erfolgreich. Bild: rtr

Frauen gelangen erstmals in Hindu-Tempel in Indien – Proteste eskalieren

Einer der heiligsten Hindu-Tempel im Süden von Indien war für Frauen bislang gesperrt. Um das zu ändern war es in der Vergangenheit immer wieder zu Protesten gekommen, zuletzt hatten Frauen eine rund 600 Kilometer lange Menschenkette gebildet.

Bild

Ein Teil der Menschenkette. Bild: twitter Brahma Narayanan

Am Mittwoch war es zwei Frauen gelungen, die Mauer aus Männern zu durchbrechen und in den Tempel zu gelangen – bei Gegenprotesten zu der Aktion gab es mindestens einen Toten und 15 Verletzte. Um weitere Gewalt zu verhindern, werden am Donnerstag zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt, heißt es. 

Police remove members of Kerala Students Union, the student wing of India's main opposition Congress party, as they take part in a protest after two women entered the Sabarimala temple, in Kochi, India, January 2, 2019. REUTERS/Sivaram V

Ausschreitungen vor dem Tempel: Nachdem Frauen das Heiligtum betreten haben, führten Mönche ein "Reinigungsritual" durch. Bild: rtr

Die Ereignisse im Überblick: 

So sah das aus: 

Um was geht es genau?

Der Sabarimala-Tempel ist einer der heiligsten Tempel der Hindus. Das Oberste Gericht des Landes hatte Ende September nach einem jahrelangen Rechtsstreit das Zutrittsverbot für Frauen im gebährfähigen Alter zu dem Tempel aufgehoben. Frauen zwischen zehn und 50 Jahren war es zuvor verboten, den Tempel zu betreten und dort zu beten. Mehrere Frauen versuchten seither, zu dem auf einem Berg gelegenen Schrein für den Gott Ayyappa zu gelangen, wurden jedoch von Hindu-Traditionalisten abgehalten.
Gegen die Entscheidung des Obersten Gerichts legten zahlreiche konservative Hindu-Bewegungen sowie die hinduistisch-nationalistische Bharatiya Janata Partei von Premierminister Narendra Modi Widerspruch ein. Sie argumentieren, das Urteil ignoriere die traditionelle Überzeugung, dass Ayyappa im Zölibat lebte. Für den 22. Januar ist eine Gerichtsanhörung der Gegner vorgesehen.​

(hd/afp)

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