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1500 Migranten lebten in Zelten am Ufer – nun hat die Pariser Polizei das Camp geräumt

Die französische Polizei hat das größte illegale Migranten-Zeltlager in Paris geräumt. Das berichtet der Radionachrichtensender Franceinfo. In dem Camp lebten demnach etwa 1500 bis 2000 Menschen, die vor allem aus Afrika stammen. 

Die Bewohner des Camps im Nordosten von Paris werden in rund 20 Unterkünfte in der Hauptstadtregion gebracht, kündigte Innenminister Gérard Collomb an. 

Diese Bilder zeigen die Räumung – und die krassen Zustände in dem Camp

Seit Monaten siedelten sich immer mehr Migranten an den Ufern zweier Kanäle im Nordosten der französischen Hauptstadt an. Hilfsorganisationen schlugen wegen der Lebensbedingungen dort mehrfach Alarm. Anfang Mai ertrank ein Bewohner eines Zeltlagers, der laut Medienberichten betrunken ins Wasser gegangen war. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte die Regierung seit Wochen aufgefordert, die Zeltlager zu räumen.

Hidalgo kritisierte, dass der Staat nicht früher eingeschritten sei. "Man hätte nicht vier Monate warten müssen, um diese Menschen in Unterkünfte zu bringen", sagte die Sozialistin dem Fernseh-Nachrichtensender BFMTV.

(fh/dpa)

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