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Pinault vs. Arnault. Wer liebt die Notre-Dame mehr? Bild: imago/watson

Gucci vs. Louis Vuitton: Der Spenden-Battle der Milliardäre um Notre-Dame

Das Herz von Paris stand am Montagabend in Flammen. "Notre-Dame des Larmes" titelte am Dienstagmorgen "Le Parisien": "Unsere Dame der Tränen".

Die französische Hauptstadt trauert um ihr gotisches Wunder – und kann nun endlich aufatmen: Seine zwei Haupttürme konnten gerettet werden.

Der Wiederaufbau wird dennoch sehr viel Geld verschlingen. Wer aber hat so viel Geld?

Die französische Milliardärsfamilie Pinault zum Beispiel. Laut dem Magazin "Forbes" tummelt sie sich mit ihren etwa 35,2 Milliarden US-Dollar auf dem 30. Platz der Rangliste der reichsten Menschen der Welt. François-Henri Pinault ist nämlich der Chef des Luxusmodekonzerns Kering, zu dem Gucci, Saint Laurent und Balenciaga gehören. Das Imperium erbte er von seinem Vater.

Vater und Sohn haben nun gemeinsam beschlossen, 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Kathedrale zu spenden.

"Diese Tragödie trifft das gesamte französische Volk und weit darüber hinaus all jene, die sich den spirituellen Werten verpflichtet fühlen. Wir wollen alle dieses Juwel unseres Erbes so schnell wie möglich wieder zum Leben erwecken".

Der Präsident der Familienholding Pinault und der Luxusgruppe Kering gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP

Es dauerte nicht lange, da lag auch schon ein zweites Angebot auf dem Tisch. Selbstredend ein höheres. Schließlich will man sich ja nicht lächerlich machen.

Nun, wer in Frankreich ist noch reicher als die Familie Pinault?

Richtig, die Familie Arnault. Namentlich Bernard Arnault, denn ihm gehört zu weitesten Teilen das, was an großen Marken in jenem Sektor der Superreichen noch übrig bleibt – also Christian Dior S.A., Louis Vuitton, der Champagnerhersteller Moët et Chandon und der Cognacproduzent Hennessy. Kurz: Die LVMH-Gruppe, der weltweite Branchenführer der Luxusgüter-Industrie.

Sein 91,6 Milliarden Dollar schweres Vermögen bringt Arnault laut "Forbes" Rang 4 auf der Reichenliste ein. Und so versprach er, für die bedürftig gewordene Notre-Dame 200 Millionen Euro zu spenden.

Wenn wir nun das Verhältnis Vermögen zu Spendenhöhe berechnen, dann wirkt Arnault im Vergleich zu Pinault geradezu knausrig. Denn immerhin ist Arnaults Vermögen mehr als 2,6 Mal so hoch wie das seines Konkurrenten. Er müsste also, wenn Pinault 100 Millionen Euro locker macht, mindestens 260 Millionen Euro für die, wie er selbst sagt, "außergewöhnliche Kathedrale, Symbol für Frankreich, sein Erbe und seine Einheit" bereitstellen.

Aber was wissen wir schon.

Wie viel Geld sollte Bernard Arnault deiner Meinung nach für den Wiederaufbau der Notre-Dame spenden? Schreib es uns in die Kommentare!

(rof)

Notre-Dame in Flammen

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