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Nach der Geiselnahme in Frankreich: Heldenpolizist ist gestorben

Arnaud Beltrame, der Polizist, der bei der Geiselnahme in einem französischen Supermarkt eine Frau beschützt hatte und selbst lebensgefährlich verletzt wurde, ist tot. Der 44-jährige Gendarm erlag seinen Verletzungen, wie Innenminister Gérard Collomb am Samstagmorgen mitteilte. Damit erhöhte sich die Zahl der bei dem islamistischen Angriff in Südfrankreich am Freitag getöteten Menschen auf vier.

"Frankreich wird seine Heldentat nie vergessen", twitterte Frankreichs Innenminister Gérard Collomb am Samstag. Schon tags zuvor hatte er Beltrames "Mut" gewürdigt.

Der verstorbene Beltrame hatte sich als Geisel eintauschen lassen und hatte sein Telefon mit einer offenen Verbindung auf einem Tisch liegen lassen, erklärte Collomb. So habe die Polizei immer gewusst, "was drinnen vor sich ging".

A general view shows gendarmes and police officers at a supermarket after a hostage situation in Trebes, France, March 23, 2018. REUTERS/Jean-Paul Pelissier

Einsatz- und Rettungskräfte vor dem Supermarkt. Bild: dpa

Drinnen, das war ein Supermarkt am Rande des Dorfes Trèbes. Gegen 11.15 Uhr am Freitag war ein Mann, bewaffnet mit einem Messer, einer Pistole und Sprengstoff in den Laden gestürmt und hatte mehrere Geisel genommen. "Der rief 'Allah ist groß'. Ich werde euch alle umbringen", erklärte Eric Ménassi, der Bürgermeister von Trèbes.

Manchen Kunden gelang die Flucht durch die Hintertür. Eine Frau aber befand sich weiter in der Gewalt des Attentäters. Und so entschloss sich die Polizei zu einem gewagten Schritt: Sie bot einen Geisel-Austausch an.  

Nach fast vier Stunden stürmten Spezialkräfte der Antiterror-Einheit GIGN den Laden. Drinnen seien Schüsse gefallen, berichtete Collomb hinterher. Und er hatte auch eine traurige Nachricht: Der Polizist, der sich freiwillig als Geisel austauschen ließ, sei verletzt worden. Der Attentäter sei erschossen worden. 

Was über den Attentäter bekannt war:

Nach Angaben Collombs handelte es sich um den 26 Jahre alten Redouane L. Der Justiz sei er wegen Drogendelikten bekannt gewesen. Zuletzt habe er sich zunehmend radikalisiert. Er sei auf dem Radar der Sicherheitskräfte gewesen. so Collomb. Der sogenannte "Islamische Staat" beanspruchte das Attentat für sich.

Redouane L. hatte die Freilassung von Salah Abdeslam gefordert, dem einzigen Überlebenden unter den Paris-Attentätern vom November 2015. 

Am Morgen hatte sich Redouane L. in Carcassonne, zehn Kilometer von Trèbes entfernt, sein Auto beschafft. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Danach hatte der Attentäter eine Gruppe von Polizisten beim Jogging beschossen. Einer der Agenten sackte schwer verwundet zu Boden. Die Ermittler erklären hinterher, dass die Kugel die Lunge des Mannes durchschlagen und das Herz nur um drei Zentimeter verfehlt habe. 

Die Polizei nahm die Fahndung auf. Auf dem Parkplatz des Supermarkts "Super U" in Trèbes endet die Verfolgungsjagd. 

Redouane L. stürmte den Laden und schoss um sich. Dabei starben mindestens zwei Menschen, darunter, nach ersten Medienberichten, der Fleischer des Supermarkts. 

Redouane L. "handelte allein", sagte Collomb in Trèbes. Premierminister Edouard Philippe sprach von einem "Terrorakt". In Brüssel auf dem EU-Gipfel meldete sich Präsident Emmanuel Macron zu Wort. "Alles weist auf einen Terroranschlag hin", sagte Macron. Neben ihm stand Kanzlerin Angela Merkel und sprach ihr Mitgefühl aus. 

Hier tritt Merkel mit Macron vor die Presse

Frankreich war zuletzt mehrfach Opfer von islamistischen Anschlägen geworden. Im Januar 2015 hatten zwei Attentäter die Redaktion der religionskritischen Zeitschrift "Charlie Hebdo" gestürmt. Im November 2015 folgten die Anschläge von Paris, im Juli 2015 folgt an Frankreichs Nationalfeiertag der Anschlag von Paris. "Wir werden wachsam", bleiben versprach Macron. Auch er dankte den Einsatzkräften und dem schwer verletzten Polizisten .

(dpa, AFP)

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