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Bild: imago/youtube montage

Französin wählt den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

In Frankreich hat der wohl vermeidbare Tod einer jungen Frau Empörung ausgelöst: Die 22-Jährige starb, nachdem sie den Notruf wählte und dort nicht ernst genommen wurde.

Naomi Musenga hatte am 29. Dezember wegen starker Bauchschmerzen den Notruf des SAMU gewählt (medizinischer Notfallhilfsdienst). Auf der dreiminütigen Aufzeichnung ist zu hören, wie Musenga starke Schmerzen beklagt und sich sorgt, dass sie sterben könnte. 

Was wir im Mitschnitt hören:

Fünf Stunden später rief Musenga erneut bei SAMU an und wurde von einem Notarzt ins Uniklinikum Straßburg gebracht. Wenig später erlitt sie einen Herzinfarkt und starb. Einem Bericht der Tageszeitung "Le Monde" zufolge ergab eine Autopsie, dass multiples Organversagen der Grund für ihren Tod war.

Der Mitschnitt des Notrufs

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Video: YouTube/Bledi Vision

Naomi sang, spielte Schlagzeug und Bass und wollte später Stylistin werden. Ob ihr Tod durch ein schnelleres Eingreifen hätte verhindert werden können, wird noch ermittelt. Der Fall wurde erst jetzt bekannt, weil die Familie der Toten sich an Lokalmedien gewandt hatte und eine Klage einreichte. 

Gesundheitsministerin Agnès Buzyn zeigte sich am Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter "zutiefst betroffen". Sie gab an, Ermittlungen zu den "gravierenden Fehlern" des Notdienstes angeordnet zu haben.

Der Fall befeuerte die Debatte über das französische Gesundheitswesen. Schon seit Wochen beklagen Ärzte und Krankenpfleger, dass es zu wenig Personal und Ressourcen gibt.

(afp/dpa/jd)

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Mehr als 700 Festnahmen bei Schülerprotesten in Frankreich

Mehr als 700 Schüler sind am Donnerstag bei den landesweiten Protesten in Frankreich vorübergehend festgenommen worden. Durch die Demonstrationen sei in fast 280 Schulen der Betrieb gestört worden, 45 davon seien blockiert worden, verlautete aus dem Innenministerium in Paris. An den Schülerprotesten gegen härtere Auswahlkriterien beim Hochschulzugang und befürchtete Kürzungen beim Lehrpersonal hatten sich tausende Gymnasiasten und Mittelschüler beteiligt, vielerorts kam es zu Gewalt.(afp)

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