International
A rescue vessel Alan Kurdi is seen 34 miles from the Libyan coast according to Sea-eye, in this picture obtained from social media on July 5, 2019.  Courtesy of Sea-eye/Social Media via REUTERS   THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY.  MANDATORY CREDIT.  NO RESALES. NO ARCHIVES.

Bild: reuters

Rettungsschiff wartet vor Lampedusa – Matteo Salvini lässt die "Alan Kurdi" nicht rein

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye will sich mit ihrem Rettungsschiff "Alan Kurdi" an das Einfahrtsverbot der italienschen Regierung halten.

Salvini verbietet die Einfahrt nach Lampedusa

Salvini hatte am Vorabend ein Verbot unterzeichnet, wonach das Schiff nicht nach Italien fahren darf. Das Angebot der libyschen Küstenwache, Tripolis als sicheren Hafen anzusteuern, habe Sea-Eye abgelehnt, weil das gegen Völkerrecht verstoße, sagte Isler. In dem nordafrikanischen Land tobt ein Bürgerkrieg, Migranten sind dort schwersten Misshandlungen ausgesetzt. Salvini twitterte darauf: "Der deutschen NGO sind die internationalen Behörden wurst."

Die "Alan Kurdi" hatte laut eigenen Angaben am Mittwochmorgen 40 Menschen in internationalen Gewässern aus einem Schlauchboot gerettet. Unter den Geretteten sind den Angaben zufolge eine Schwangere, drei Kleinkinder und ein Mann mit einer Schusswunde am Oberarm. Laut Sea-Eye stammen die 40 Geflüchteten aus Nigeria, Mali, dem Kongo, Ghana, Liberia und der Elfenbeinküste. Vom Rettungsort aus nahm das Schiff Kurs auf Lampedusa.

Fährt ein Schiff unerlaubt in die italienischen Territorialgewässer, drohen hohe Geldstrafen. Ende Juni war die deutsche Kapitänin Carola Rackete mit der "Sea-Watch 3" unerlaubt nach Lampedusa gefahren. Gegen sie wird ermittelt.

(fh/dpa/afp)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Präsident unterschätzt Virus: Wie Brasilien jetzt unter Corona leidet

In Brasilien ist das Coronavirus auf dem Vormarsch. Im mit Abstand größten südamerikanischen Land spitzt sich die Lage für die Menschen und die Natur täglich zu – und dies bei einer riesigen Dunkelziffer.

Brasilien weist im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl eine kleine Anzahl Corona-Fälle aus – laut den offiziellen Zahlen. Die Realität sieht jedoch weniger rosig aus. Die Dunkelziffer ist hoch und die Fallzahlen steigen rasant.

Dazu sorgt die lapidare Haltung von Präsident Jair Bolsonaro für Ärger in der Bevölkerung. Er redet die Gefahr klein und sorgt gar selber für Massenansammlungen.

Nun erlebt das Land, was es bedeutet, wenn der eigene Präsident Corona unterschätzt.

Beginnen wir mit den …

Artikel lesen
Link zum Artikel