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Falscher Arzt fliegt nach Jahren auf – wegen eines kleinen Fehlers

"Sind Sie d'accord?", fragt der leitende Arzt Frank Abagnale den Assistenzarzt neben ihm, als er erschrocken auf das offen gebrochene Bein des Patienten vor ihm schaut und die Diagnose der Krankenschwester bestätigt haben will. "Sind Sie d'accord?", fragt er erneut. Der irritierte Assistent schaut ihn an und sagt: "Ob ich auch denke, dass das ein Beinbruch ist? Ja, Sir." Abagnale nickt und läuft weiter. Niemand hat bemerkt, dass er kein Blut sehen kann.

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screenshot catchmeifyoucan

Die Szene aus dem Film "Catch Me If You Can", in dem Leo DiCaprio den Fälscher und Hochstapler Frank Abagnale Jr. spielt, der jahrelang als falscher Pilot und Arzt durch die Welt reist und die Behörden an der Nase herum führt, ist erfunden. Seine Masche scheint aber die Runde gemacht zu haben.

In der Realität ist etwas Ähnliches passiert: In Rumänien wurde der Italiener Matteo P. verhaftet, als er über die Grenze nach Ungarn fliehen wollte. 

Das ist Matteo P.:

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Bis vor Kurzem sah P. aus wie ein Arzt, sprach wie ein Arzt, verhielt sich wie ein Arzt, hatte alle Dokumente, die ein Arzt so braucht und er arbeitete auch als Arzt. Das Problem: Matteo P. war kein Arzt.

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Der 38-jährige Italiener hatte sich mit falschen Papieren zum Doktor gemacht und sich so eine Anstellung in der rumänischen Hauptstadt Bukarest verschafft. Zuvor war er bereits seit Jahren in diversen italienischen Kliniken am Werk.

Seine Betrügerei wäre wohl noch einige Zeit weitergegangen, wäre eine rumänische Kollegin P.s nicht stutzig geworden. Ihr sei es verdächtig vorgekommen, dass P. die Hände nicht fachgerecht desinfizierte, Probleme hatte beim Anziehen der Handschuhe und die Spritze falsch hielt. Als es bei einer Brust-OP dann auch noch zu Problemen kam, verständigte sie die Krankenhaus-Leitung, wie libertatea.ro berichtet.

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Diese verständigte dann die Polizei. Matteo P. ergriff die Flucht, die wenig später an der ungarischen Grenze ihr Ende nahm. Jetzt sitzt er in Bukarest in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess.

Dabei waren die Rumänen nicht die Ersten, die P. auf die Schliche kamen. Bereits im Jahr 2011 wurde Anzeige gegen ihn erstattet – damals noch in Italien. P. hatte einem Namensvetter und Arzt ganz einfach die Zulassungspapiere gestohlen und als Arzt praktiziert.

Offenbar hatten sich die Kollegen von P.s großzügiger Fachbibliothek mit medizinischen Werken blenden lassen.

(aeg)

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