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Bild: european parliament / screenshot

Als Greta im EU-Parlament über Umweltzerstörungen spricht, kommen ihr fast die Tränen

Es war ein emotionaler Auftritt.

"Unser Haus ist dabei, auseinanderzufallen. Unsere Zukunft, und was wir bisher geschafft haben, befindet sich wortwörtlich in Ihren Händen. Aber es ist noch nicht zu spät, um zu handeln!"

Mit diesen Sätzen appellierte die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg am Dienstag an die Abgeordneten im Europaparlament, den Klimawandel ernst zu nehmen und etwas dagegen zu tun.

Wie sehr der 16-jährigen Schülerin das Thema am Herzen liegt, wurde an einem Moment ihrer Rede deutlich. Als Greta über das "sechste Massenaussterben" durch den Klimawandel sprach, stockte ihr die Stimme.

Die junge Aktivistin schien den Tränen nahe zu sein.

Der Moment, als Greta Thunberg die Stimme versagte

Sie berief sich auf die Prognosen der IPCC, des Weltklimarats.

"Wir befinden uns mitten im sechsten Massensterben. Und die Aussterberate ist 10.000 Mal höher als das, was man als normal ansieht." 200 Spezies würden jeden Tag aussterben.

"Bodenerosion, die Abholzung der Wälder, giftige Luftverschmutzung, das Verschwinden von Insekten und Wildtieren, die Ansäuerung unserer Ozenane – das sind alles desaströse Trends, die beschleunigt werden von unserer Art, zu leben."

Diesen Satz bekam Greta nur stockend hervor. Die Abgeordneten in Straßburg applaudierten danach laut.

Ab Minute 4:30 seht ihr den emotionalen Moment während Gretas Rede:

Video: other_external/team watson

Was Greta noch sagte

Applaus von den Abgeordneten erhielt die 16-Jährige auch für diesen Satz, in dem sie die EU direkt adressierte:

"Wenn unser Haus auseinanderfallen würde, würden Sie nicht drei Notfall-Brexit-Gipfel abhalten und keinen Notfall-Gipfel zum Zusammenbruch des Klimas."

Greta richtete bei ihrem Besuch auch einen Appell an alle Wähler und Wählerinnen in Europa. Sie sollten sich für die Jugendlichen aussprechen, die selbst nicht an der Wahl teilnehmen könnten.

"Sie sollen für Leute wie mich wählen, die von der Krise betroffen sein werden", betonte Greta. Noch gebe es ein Zeitfenster, um gegen den Klimawandel zu handeln. Doch dieses Fenster werde nicht mehr lange geöffnet bleiben. Die Bürger sollten daher die anstehende Europawahl nutzen, um etwas zu tun.

Mit dpa

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