International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Anti-Terror-Polizei ermittelt im englischen Salisbury – 2 Menschen in Lebensgefahr

Im britischen Salisbury sind zwei Menschen nach Kontakt mit einer "unbekannten Substanz" ins Krankenhaus eingeliefert worden. Beide schwebten laut Polizeiangaben in Lebensgefahr. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, ermittelt nun auch die britische Anti-Terror-Polizei in dem Fall.

Der Mann und die Frau wurden in Amesbury gefunden. Das Dorf liegt wenige Kilometer von dem Ort entfernt, an dem der russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter im März Opfer eines Giftanschlags geworden waren.

FILE  - In this Tuesday, March 13, 2018 file photo, police offices cordon off the road of the residence of former Russian double agent Sergei Skripal in Salisbury, England. Police officers from 40 departments in England and Wales are returning to their home assignments three months after they stepped in to help local authorities respond to the nerve agent attack on a Russian ex-spy. The Wiltshire Police department, which serves the English city of Salisbury, reported Monday, June 4, 2018 that it has spent about 7.5 million pounds ($10 million) dealing with the aftermath of the March 4 attack on Sergei Skripal and his daughter, Yulia. (AP Photo/Matt Dunham, File)

Polizisten schirmten im März die Straße zum haus der Skripals ab. Bild: AP

Die Polizei ging erst von Drogenkonsum aus

Die Polizei der Grafschaft Wiltshire bewertet den Vorfall als "schwerwiegend". Die Betroffenen, die beide etwa 40 Jahre alt sind, wurden den Angaben zufolge bereits am Samstag bewusstlos in einem Haus in Amesbury gefunden, das etwa zwölf Kilometer von Salisbury entfernt ist. Beide werden nun wegen "mutmaßlichen Kontakts mit einer unbekannten Substanz" im Krankenhaus in Salisbury behandelt.

Die Polizeibeamten waren den Angaben zufolge zunächst davon ausgegangen, dass die beiden Betroffenen verunreinigte Drogen wie Heroin oder Crack genommen hatten. Nun soll es weitere Untersuchungen geben, "um die Substanz zu ermitteln, die dazu geführt hat, dass diese Patienten krank geworden sind", erklärte die Polizei.

Deshalb schreckt der Fall die Behörden auf

Die Orte, an denen sich die beiden Betroffenen vorher aufgehalten hatten, wurden abgesperrt. In Amesbury und Salisbury wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die Gesundheitsbehörden gehen nach Angaben eines Sprechers aber nicht davon aus, dass eine "erhebliche Gesundheitsgefahr für die breite Öffentlichkeit" besteht.

Sergej Skripal und seine Tochter waren am 4. März bewusstlos auf einer Bank in Salisbury gefunden worden und lagen danach wochenlang im Krankenhaus. Die britische Regierung macht Russland für den Giftanschlag verantwortlich und geht davon aus, dass dabei ein Nervengift der Nowitschok-Gruppe aus sowjetischer Produktion zum Einsatz kam. Russland weist die Vorwürfe vehement zurück. Der Fall führte zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Russland und Großbritannien.

Der Fall sorgte für internationale diplomatische Verwerfungen

(fh/afp)

Noch mehr News auf watson:

Heute wird das bayerische Polizeigesetz verabschiedet – 4 Fragen und Antworten

Link to Article

"Ich glaube, Lindner war frustriert" – Renate Künast über Streit in der Opposition 

Link to Article

"Wir sind hier, wir sind queer" – so war der Tuntenspaziergang in Berlin

Link to Article

Eine Halbzeit mit Kevin Kühnert: "Keine natürliche Grenze nach unten für die SPD"

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Alice Weidel will an englischer Elite-Uni Oxford sprechen – Studenten protestieren

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel ist es mittlerweile gewohnt, dass Menschen gegen ihre Auftritte protestieren. Wenn die Politikerin auf Kundgebungen in Deutschland spricht, scharen sich regelmäßig laute Gegendemonstranten um ihr Publikum. In der nächsten Woche will Weidel an der englischen Elite-Universität Oxford sprechen. Und selbst dort wird sie wohl auf lauten Gegenprotest stoßen.

Sie soll dort auf Einladung der Oxford Union sprechen – einem 1823 gegründeten Debattierklub. In der …

Artikel lesen
Link to Article