International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Boris Johnson nennt Burkaträgerinnen "Briefkästen", Partei leitet Verfahren ein

09.08.18, 16:42

Der frühere britische Außenminister Boris Johnson muss sich wegen seiner abwertenden Aussagen zu Burkaträgerinnen einem Disziplinarverfahren der Konservativen Partei stellen. Es seien mehrere Beschwerden eingegangen, die von einem unabhängigen Gremium bei der Bewertung der Aussagen berücksichtigt werden würden, hieß es am Donnerstag in Parteikreisen. Im Extremfall droht Johnson dabei der Ausschluss aus der Fraktion oder sogar aus der Partei.

FILE PHOTO: Britain's Foreign Secretary Boris Johnson walks to Downing Street in London, June 26, 2018. REUTERS/Toby Melville/File Photo

Boris Johnson unter Druck. Bild: X90004

Johnson steht seit Tagen in der Kritik, weil er Frauen mit Vollverschleierung in seiner wöchentlichen Kolumne im "Telegraph" am Montag mit "Bankräubern" und "Briefkästen" verglichen hatte. Die Äußerungen sorgten bei anderen Politikern und unter muslimischen Gruppen für Empörung. Ihm wird vorgeworfen, damit Stimmung gegen Muslime machen zu wollen und sich bei rechtskonservativen Wählern anzubiedern.

Selbst Premierministerin Theresa May hatte sich den Forderungen nach einer Entschuldigung angeschlossen. "Ich glaube, wir sollten alle mit der Sprache und den Begriffen, die wir verwenden, sehr umsichtig sein", sagte May. Auch weitere konservative Parteikollegen Johnsons kritisierten seine Wortwahl. Johnson lehnte Berichten zufolge eine Entschuldigung ab.

Johnson war im Juli im Streit um die Pläne Mays für den EU-Austritt zurückgetreten. Dem ehemaligen Wortführer der Brexit-Kampagne werden Ambitionen auf das Amt des Regierungschefs nachgesagt. Nach einer Umfrage unter Tory-Anhängern von Anfang August ist er der Favorit für die Nachfolge von Premierministerin May. Diese Hoffnungen wären mit einem Ausschluss aus der Fraktion jedoch passé.

(czn/dpa)

Dann doch lieber News von den Royals:

Hier zeigt sich das Sprach-Genie: Wer weniger als 7 Punkte hat, muss in den Englischkurs

Meghan, du bist nicht allein! Das Hochzeitschaos in Patchwork-Familien

Hier wird die Hochzeitstorte von Prinz Harry und Meghan gebacken 🎂🎂🎂

Don't hate Kate! Warum urteilen Frauen ständig über andere Frauen?

Arme Meghan! 9 absurde Regeln für britische Prinzessinnen

Bock auf den Hochzeitskuchen der Royals? Ist aber 45 Jahre alt

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

US-Republikaner schlägt Reporter – und Donald Trump feiert ihn dafür

Im vergangenen Jahr war ein Reporter der britischen Zeitung "Guardian" zu Besuch beim republikanischen Abgeordneten von Montana, Greg Gianforte. Dieser wurde bei Fragen zur Krankenversorgung derart wütend, dass er handgreiflich wurde ("Did you just bodyslam me?" – Ja, das hat er, siehe Video).

Der Fall sorgte für einigen Aufruhr, war in der Zwischenzeit aber längst vergessen. Bis Donald Trump diesen Donnerstag in Montana auftauchte. An einer Wahlkampfveranstaltung griff der US-Präsident das …

Artikel lesen