Heidi Klum in der TV Show Germany s Next Topmodel by Heidi Klum 2019 im ISS Dome. Düsseldorf, 23.05.2019 *** Heidi Klum in the TV Show Germany s Next Topmodel by Heidi Klum 2019 at the ISS Dome Düsseldorf, 23 05 2019 Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage

Auch Heidi Klum ist bewegt von den Protesten in den USA, musste auf Twitter für ein Posting aber auch Kritik einstecken. Bild: www.imago-images.de / bChristoph Hardt

Heidi Klum twittert über US-Proteste – und löscht nach Kritik ihr Posting

Im Zuge der Proteste nach dem Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz zeigen sich auch viele deutsche Promis solidarisch mit den Demonstranten und setzten sich gegen Rassismus ein. So auch Heidi Klum. Für einen Tweet musste sie dennoch Kritik einstecken – wegen des Hashtags.

So postete das 47-jährige Model ein Foto, auf dem die Hände von Ehemann Tom Kaulitz, die ihrer Kinder und ihre eigenen zu sehen waren. Dazu schrieb sie "Unity in diversity" ("Einheit in Diversität") und verwendete den Hashtag "alllivesmatter", also "alle Leben zählen".

Plötzlich löscht Heidi Klum ihren Post

Der Hashtag sorgte bei einigen Nutzern für Kritik, denn #alllivesmatter wird von vielen als Gegenreaktion zur "Black Lives Matter"-Bewegung betrachtet, die sich gegen Polizeigewalt gegen Schwarze einsetzt. Der Hashtag "All Lives Matter" verharmlose Rassismus gegenüber Schwarzen, lautet die Kritik.

Diese Debatte ist während der Proteste gegen Polizeigewalt wieder aufgeflammt. Unter anderem hatte Popstar Billie Eilish die Forderung "All Lives Matter" in einem Instagram-Post am Wochenende kritisiert: "Wenn einer deiner Freunde sich den Arm verletzt – forderst du dann Pflaster für alle?"

Heidi Klum geriet mit ihrem Tweet mitten in diese hitzige Debatte. Sie reagierte auf die Kritik unter ihrem Tweet, löschte das Foto auf Twitter und postete ein Zitat von Martin Luther Kings berühmter Rede "I have a dream" mit der Anmerkung: "I have the same dream for my 4 children" ("Ich habe denselben Traum für meine vier Kinder").

Auf Instagram ist das Bild noch zu sehen, allerdings ohne den Hashtag. Außerdem deaktivierte sie die Kommentar-Funktion.

Einige Nutzer erklärten, warum sie den Hashtag "alllivesmatter" kritisch finden: "Ja, wir wissen, dass alle Leben zählen. Aber jetzt gerade wollen wir, dass die Leuten verstehen, dass schwarze Leben genauso viel zählen. Beachte: genauso viel".

Dass Heidi Klum die Kritik offenbar annahm, zeigte sie in einem weiteren Posting. Sie teilte ein Bild mit dem Schriftzug "Black Lives Matter" und der Überschrift "Spread love no hate" (verbreitet Liebe, keinen Hass") und kam damit der Aufforderung einiger Nutzer, sich für die "Black Lives Matter"-Bewegung auszusprechen, nach.

Aber auch hier antwortete ein Twitter-Nutzer, er erinnere sich an den anderen Post. So schnell wollte er Heidi Klum offenbar nicht vergeben.

(lau)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Waffenruhe in Nahost hält zunächst – Erleichterung, aber verheerende Bilanz

Nach dem brutalen Schlagabtausch zwischen militanten Palästinensern und Israel schweigen die Waffen seit dem frühen Freitagmorgen. Tausende feierten in Gaza die erste Nacht ohne Angriffe seit elf Tagen. Aber die Bilanz ist verheerend und Frieden nicht in Sicht.

Militante Palästinenser im Gazastreifen und Israel haben ihre harten gegenseitigen Angriffe am frühen Freitagmorgen vorerst beendet. Eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe trat um 02.00 Uhr (01.00 Uhr MESZ) in Kraft und wurde zunächst von beiden Seiten eingehalten. Der Schlagabtausch kostete 232 Menschen im Gazastreifen und 12 Menschen in Israel das Leben. Im Gazastreifen strömten Tausende Menschen auf die Straßen und machten inmitten von Ruinen ihrer Erleichterung über das Ende …

Artikel lesen
Link zum Artikel