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April 21, 2020, Jerusalem, Israel: A flower wreath lies on a statue created by Dr. Martin Kizelstein, Holocaust survivor, in memory of grandmothers and grandfathers that perished in the Holocaust, on Holocaust and Heroism Remembrance Day. (Credit Image: © Nir Alon/ZUMA Wire |

Ein Blumenkranz liegt auf einer von einem Holocaust-Überlebenden kreierten Statue. In Erinnerung an die Großmütter- und väter, die im Holocaust umgekommen sind. Bild: ZUMA Wire / Nir Alon

Israel gedenkt inmitten Corona-Krise der Opfer des Holocaust

Israel hat inmitten der Corona-Krise der Opfer des Holocaust gedacht. Landesweit heulten am Dienstagvormittag zwei Minuten lang die Sirenen. Menschen, die trotz Ausgangsbeschränkungen unterwegs waren, hielten im Gedenken an die sechs Millionen durch die Nazis ermordeten Juden inne. Andere verharrten zuhause in stillem Gedenken, viele stellten sich auf ihre Balkone. Israel hat strenge Vorgaben erlassen, um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verlangsamen.

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges leben nach Angaben des Finanzministeriums noch 189 500 Überlebende in Israel. 70 Prozent davon seien älter als 80 Jahre alt. Gerade diese Gruppe sei besonders gefährdet, solange es keine Impfung gegen das Coronavirus gebe, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

Anteilnahme online bekunden

Die Stadt Tel Aviv bot aufgrund der Situation Veranstaltungen online an, etwa die Geschichten von Überlebenden des Holocaust auf Facebook. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hatte am Montagabend ebenfalls die Auftaktzeremonie im Internet ausgestrahlt, auch mit deutscher Übersetzung.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 13 883 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 4353 sind wieder genesen. 181 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

(lin/dpa)

"Menschliche Katastrophe" in Los Angeles – Kliniken völlig überlastet

In Südkalifornien hat sich der Corona-Notstand noch weiter verschärft. Rettungskräfte im Bezirk Los Angeles sind inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Kliniken zu bringen. Sollte etwa bei einem Herzstillstand eine Wiederbelebung vor Ort nicht erfolgreich sein, sollten die Patienten "nicht transportiert werden", hieß es in einer Anordnung des Rettungsdienstes vom Montag.

Auch Sauerstoff ist knapp und soll rationiert werden. Laut …

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