International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Wegen der Gewalt an der Gaza-Grenze will sich nun die UN-Vollversammlung treffen

09.06.18, 12:35

Auf Antrag der Palästinenser will sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen wegen der gewalttätigen Auseinandersetzungen an der Gaza-Grenze am Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung treffen. Das geht aus einem am späten Freitagabend vom Präsidenten der UN-Vollversammlung, Miroslav Lajcak, veröffentlichten Schreiben hervor. Arabische und muslimische Länder hatten zu dem Treffen gedrängt, nachdem die USA im UN-Sicherheitsrat in der vergangenen Woche gegen einen von Kuwait eingebrachten Resolutionsentwurf gestimmt hatten.

In diesem war unter anderem zu einem Ende der israelischen Gewalt aufgerufen, Maßnahmen zum Schutz der palästinensischen Zivilisten angeregt und das Abfeuern von Raketen aus dem Gaza-Streifen bedauert worden. Voraussichtlich soll bei dem Treffen am Mittwoch über einen ähnlichen Text abgestimmt werden. Während jedoch die Abstimmungen im Sicherheitsrat bindend sind, haben die Resolutionen der Vollversammlung keine rechtliche Bedeutung.

Was bislang passiert ist:

Am Freitag hatte das palästinensische Gesundheitsministerium mitgeteilt, bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze seien vier Menschen erschossen worden. Bereits seit 30. März haben Zehntausende Palästinenser an der Grenze zu Israel protestiert. Sie fordern ein Recht auf Rückkehr in das heutige israelische Staatsgebiet. Dabei hatten sie auch der Vertreibung und Flucht Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948 gedacht, vor 70 Jahren.

Die Proteste richteten sich auch gegen die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem sowie eine mehr zehnjährige Blockade durch Israel und Ägypten. Bei massiven Zusammenstößen mit der israelischen Armee töteten Soldaten mehr als 120 Palästinenser. Tausende wurden verletzt.

(hd/dpa)

Was ist da los in Israel?

"Israel ausrotten" – das steckt hinter der Al-Quds-Demonstration in Berlin

Schwerste Gewalt-Eskalation seit 2014 – Israelis und Palästinenser beschießen sich 

2 Tote, mehrere Verletzte – Israel beschießt Gazastreifen

Türkei schmeißt Israel-Botschafter aus dem Land – Erdogan spricht von "Genozid"

60 Palästinenser wurden erschossen und die USA meinen, Israel hätte sich zurückgehalten

Keine Ruhe im Gazastreifen – Israel fliegt Luftangriffe

Messis Trikot, in blutrot beschmiert – darum sagte Argentinien Testspiel in Jerusalem ab

Giraffenfleisch ist kosher – und 29 weitere verblüffende Fakten über Israel

"Fortschritt niemals aufhalten" – Iran droht mit neuer Urananreicherung

Jordaniens Ministerpräsident ist nach Protesten zurückgetreten

Was will Israels Netanjahu heute in Berlin? 5 Antworten

Israels Geheimdienst soll Anschlag auf Benjamin Netanjahu verhindert haben

++ UN-Bericht: Noch immer bis zu 30.000 "IS"-Kämpfer in Syrien ++

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die Zeit drängt: An diesem Donnerstag endet die EU-Umfrage zur Abschaffung der Sommerzeit

Jetzt aber schnell: Wir Europäer haben noch bis Donnerstagabend 23.00 Uhr Zeit, an einer EU-weiten Umfrage zum Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit teilzunehmen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, Peter Liese (CDU), erwartet bei der Online-Umfrage eine große Mehrheit für die Abschaffung. "Die erhoffte Energieeinsparung ist nicht eingetreten und viele Menschen leiden unter der Zeitumstellung", sagte Liese.

In Deutschland gibt es …

Artikel lesen