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Schwere Zusammenstöße im Gazastreifen – 17 Menschen getötet

Nach Zusammenstößen mit der israelischen Armee beim "Marsch der Rückkehr" im Gazastreifen ist die Zahl der getöteten Palästinenser auf 17 gestiegen, darunter auch Kinder.

Das sagte der palästinensische UN-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Riyad Mansour, vor einer Sitzung des Sicherheitsrats in New York am Freitag (Ortszeit). 

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Sein Land betrachte die Handlungsweise Israels als "ein riesiges Massaker gegen unser Volk", sagte Mansour. Er forderte den Sicherheitsrat zum Handeln auf. Das palästinensische Gesundheitsministerium teilte mit, rund 1400 weitere seien verletzt worden.

Nach palästinensischen Medienberichten waren am Freitag mehr als 20.000 Menschen zum "Marsch der Rückkehr" gekommen.

Anlass für die Proteste ist der sogenannte "Tag des Bodens" am 30. März, der an die gewaltsame Niederschlagung von Protesten arabischer Bauern gegen die Enteignung ihres Landes im Norden Israels im Jahr 1976 erinnert.

Israel wirft Hamas gezielte Provokation vor

Nach Angaben des israelischen Militärsprechers Ronen Manelis waren alle Todesopfer Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren.

"Was wir gestern gesehen haben, war ein organisierter Terrorakt."

Israelischer Militärsprecher Ronen Manelis

Insgesamt hätten an dem Marsch laut israelischen Angaben rund 30.000 Palästinenser teilgenommen – palästinensische Medien sprechen nur von 20.000 Teilnehmern. Die große Mehrheit der Demonstranten bestand aus Frauen und Kindern.

Laut Manelis seien nur wenige Tausend bis zum Grenzzaun vorgedrungen. Der Militärsprecher warf der Hamas-Führung vor, auf zynische Weise Frauen und Kinder zu gefährden. Man könne keinesfalls von einer friedlichen Demonstration an der Gaza-Grenze sprechen.

Viele Palästinenser hätten "pure Gewalt" eingesetzt und Soldaten mit Steinen und Brandsätzen beworfen, Reifen in Brand gesetzt und versucht, den Grenzzaun zu beschädigen.

Es habe auch Versuche gegeben, Raketen auf Israel abzufeuern. Nur aktive Gewalttäter seien getötet worden, keine friedlichen Demonstranten, betonte er.

(pb/afp/dpa)

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