International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Netanjahu lässt Europas Außenbeauftragte Mogherini abblitzen

09.06.18, 14:50 09.06.18, 15:04

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini gilt als ausgewiesene Nahost-Kennerin. Und als emsige Verfechterin des Atom-Abkommens mit dem Iran. Das macht sie nicht überall beliebt. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lehnte laut der israelischen Zeitung "Haaretz" ein für Montag angedachtes Treffen mit Mogherini ab. "Aus Termingründen", wie es offiziell heißt. "Ihre Positionen sind sehr feindlich", heißt es dagegen aus dem Umfeld des Regierungschefs. Mogherini sagte daraufhin ihre Reise nach Israel ab.

Mogherini war von der American Jewish Committee (AJC) zu einer Tagung nach Jerusalem eingeladen worden. Da sie ohnehin zu einer geplanten Reise nach Jordanien aufbrechen wollte, sagte sie den Termin zu. Dann jedoch kam Netanjahus Ablehnung. 

Spekulationen über eine Routenänderung

Mogherini wird nun wie geplant nach Jordanien reisen, aber nicht nach Israel. In ihrer Umgebung in Brüssel versuchten EU-Diplomaten den Vorfall herunterzuspielen, sie verwiesen auf die Kurzfristigkeit der angedachten Jerusalem-Visite.

Die EU und Israel haben nicht nur Differenzen in der Iran-Politik. Die EU lehnte auch den US-Vorstoß zur Verlegung der Botschaft nach Jerusalem ab. 

(per)

Mehr News aus Israel:

Was will Israels Netanjahu heute in Berlin? 5 Antworten

"Fortschritt niemals aufhalten" – Iran droht mit neuer Urananreicherung

60 Palästinenser wurden erschossen und die USA meinen, Israel hätte sich zurückgehalten

Giraffenfleisch ist kosher – und 29 weitere verblüffende Fakten über Israel

Israels Geheimdienst soll Anschlag auf Benjamin Netanjahu verhindert haben

Messis Trikot, in blutrot beschmiert – darum sagte Argentinien Testspiel in Jerusalem ab

Keine Ruhe im Gazastreifen – Israel fliegt Luftangriffe

"Israel ausrotten" – das steckt hinter der Al-Quds-Demonstration in Berlin

2 Tote, mehrere Verletzte – Israel beschießt Gazastreifen

Jordaniens Ministerpräsident ist nach Protesten zurückgetreten

Türkei schmeißt Israel-Botschafter aus dem Land – Erdogan spricht von "Genozid"

Schwerste Gewalt-Eskalation seit 2014 – Israelis und Palästinenser beschießen sich 

++ Offenbar hat es fast 40 Tote bei einem Luftangriff im Osten Syriens gegeben ++

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Israel ausrotten" – das steckt hinter der Al-Quds-Demonstration in Berlin

Am sogenannten "Jerusalem Tag" (Al-Quds-Tag) am Ende des Fastenmonats Ramadan werden auf der ganzen Welt Menschen auf die Straße gehen, um gegen Israel zu demonstrieren. Auch an diesem Samstag in Berlin.

Seit fast 40 Jahren gibt es den Al-Quds-Tag als staatlichen Feiertag in Iran. Der damalige iranische Revolutionsführer Chomeni hatte erstmals am 8. Juni 1979 dazu aufgerufen, für die „Rückeroberung“ von Jerusalem zu demonstrieren. Seither gehen Anhänger des Teheraner Mullah-Regimes und …

Artikel lesen