International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Israel räumt weitere Siedlungen im Westjordanland 

13.06.18, 09:02 13.06.18, 11:15

Israelische Sicherheitskräfte haben einen illegalen Siedlungsaußenposten im Westjordanland geräumt. Polizisten hätten 15 Häuser in der Kleinsiedlung Netiv Ha-Avot evakuiert, teilte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Mittwoch mit. Die Räumung hatte am frühen Dienstagmorgen begonnen. 

Zahlreiche Menschen leisteten Widerstand

Mehr als 500 vor allem junge Menschen seien von den Häusern weggebracht worden, hieß es in einer Mitteilung. Das Höchste Gericht hatte die Zerstörung der Häuser in dem Außenposten in der Nähe der Palästinenserstadt Bethlehem angeordnet.

Drei Verdächtige wurden nach Angaben der Polizei verhaftet, weil sie Steine und Flaschen auf Sicherheitskräfte geworfen hatten. Sechs Polizisten seien verletzt worden. 2300 Polizisten seien an der Räumung beteiligt gewesen. Am Montagabend hatten rund 2000 Menschen in der 2001 errichteten Kleinsiedlung gegen die Evakuierung demonstriert.

Siedlungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem: 

 (hd/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

"Israel ausrotten" – das steckt hinter der Al-Quds-Demonstration in Berlin

Schwerste Gewalt-Eskalation seit 2014 – Israelis und Palästinenser beschießen sich 

2 Tote, mehrere Verletzte – Israel beschießt Gazastreifen

Türkei schmeißt Israel-Botschafter aus dem Land – Erdogan spricht von "Genozid"

60 Palästinenser wurden erschossen und die USA meinen, Israel hätte sich zurückgehalten

Keine Ruhe im Gazastreifen – Israel fliegt Luftangriffe

Messis Trikot, in blutrot beschmiert – darum sagte Argentinien Testspiel in Jerusalem ab

Giraffenfleisch ist kosher – und 29 weitere verblüffende Fakten über Israel

"Fortschritt niemals aufhalten" – Iran droht mit neuer Urananreicherung

Jordaniens Ministerpräsident ist nach Protesten zurückgetreten

Was will Israels Netanjahu heute in Berlin? 5 Antworten

Israels Geheimdienst soll Anschlag auf Benjamin Netanjahu verhindert haben

++ Erdogan und Putin einigen sich auf demilitarisierte Zone in Idlib ++

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ein italienisches Dorf half Flüchtlingen und wurde dafür bestraft – ein Erlebnisbericht

Das kalabrische Dorf Riace galt als Vorbild für eine erfolgreiche Migrationspolitik – bis Italiens Innenminister Matteo Salvini genug hatte und den Bürgermeister verhaften ließ. Erinnerungen an einen Besuch im August.

Ganz Italien schaut derzeit nach Riace, einem 2000-Seelen-Dorf inmitten der hügeligen Landschaft von Kalabrien. 20 Jahre lang nahm deren Bürgermeister Domenico Lucano Flüchtlinge auf, gab ihnen Häuser, eine Arbeit, Italienischkurse. Riace half damit nicht nur den Migranten, …

Artikel lesen